Oensingen
Die neue Hybridlok von SBB Cargo heisst «Roggen»

SBB Cargo hat heute in Oensingen die vierte von 30 bestellten Hybridloks auf den Namen «Roggen» getauft und in Betrieb genommen. Als modernste Lokomotive auf dem Markt kommt sie sowohl auf den Strecken wie auch im Rangierbetrieb zum Einsatz.

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«Ich freue mich, dass künftig 60‘000 Wagen zwischen Olten und Niederbipp effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher rangiert werden.», sagte Leo Ursprung heute Morgen beim Freiverlad Oensingen. Zusammen mit Volker Nugel, dem Gemeindevizepräsidenten von Oensingen, taufte er die vierte Hybridlok des Typs Eem 923 auf den Namen «Roggen».

So kam die Lok zu ihrem Namen

Da die Loks an regionalen Standorten zum Einsatz kommen, erhalten sie die Namen örtlicher Hausberge. Sie symbolisieren die nachhaltige, regionale und ökologische Verankerung. Den Namen wählt das jeweilige Cargo-Produktionsteam vor Ort aus. Im Fall dieser Hybridlok, die in Oensingen stationiert ist, fiel die Wahl «Roggen» mit grosser Mehrheit aus. (mgt)

Mit der neuen Hybridlok sollen sich die Bedürfnisse der Kunden optimal bedienen lassen, heisst es bei SBB Cargo.

Flexibler produzieren

Die neue Hybridlok wird auch den ökologischen Ansprüchen von SBB Cargo gerecht: Dank der hohen Leistung von 1500 Kilowatt eignet sie sich sowohl für den Streckenals auch für den Rangierbetrieb. Damit gewinnt SBB Cargo in der Produktion an Flexibilität. Die Lokführer können rasch zwischen Elektro- und Diesel-Hilfsantrieb umschalten.

Das spart Zeit und Kosten, da keine aufwändigen Lokwechsel mehr notwendig sind, um die nicht elektrifizierten Anschlussgleise der letzten Meile zu befahren. Auch die Betriebs- und Unterhaltskosten der Hybridlok liegen merklich unter jenen der alten Rangierflotte - Gleichzeitig erwartet SBB Cargo eine deutlich höhere Fahrzeugverfügbarkeit.

4000 Tonnen weniger CO2-Verbrauch

Die Hybridlok Eem 923 wird voraussichtlich zu über 90 Prozent elektrisch verkehren. Nur auf den Anschlussgleisen ohne Fahrleitung kommt der Diesel-Hilfsmotor zum Zug. Dadurch kann SBB Cargo im Vergleich zu heute eine jährliche CO2-Reduktion von mehr als 4000 Tonnen pro Jahr bewirken.

Die weiteren der insgesamt 30 bestellten Fahrzeuge liefert die Stadler Winterthur AG laufend bis Ende 2013. Das gesamte Auftragsvolumen beträgt 88 Millionen Franken, inklusive Ersatzteilpaket. (mgt/ldu)