Am frühen Morgen des 15. Mai rollte die neue mobile Recycling-Brechanlage durch das Eingangstor der Kieswerk Gunzgen AG, welche dem Baustoffzentrum Olten/Zofingen BOZ angehört. Diese Anlage wird künftig mineralische Rückbaustoffe wie Beton- und Mischabbruch, Ausbauasphalt sowie Naturgesteine zu hochwertigen Recycling-Baustoffen aufbereiten.

Das Baustoffzentrum Olten/Zofingen BOZ bestärkt mit dieser Investition sein Bekenntnis zum Schliessen der Stoffkreisläufe. Die mittlerweile ins Alter gekommene stationäre Recycling-Brechanlage, welche über viele Jahre in Gunzgen im Einsatz stand, wird in den kommenden Wochen demontiert.

Langlebigkeit ein Kriterium

«Als die Investition für eine neue Brechanlage anstand, haben wir uns für eine raupenmobile Brechanlage aus dem Hause Gipo entschieden», erklärt Oliver Bamert, Betriebsleiter des Baustoffzentrums Olten/Zofingen BOZ.

Das Unternehmen Gipo ist in der Urner Gemeinde Seedorf ansässig und baut mit 160 Mitarbeitenden Brech- und Siebanlagen. Diese Anlagen stehen weltweit in der Recyclings- und Gesteinsindustrie im Einsatz.

Massgebende Kriterien für den Kauf einer Gipo-Anlage waren nebst dem bekannten qualitativ hochwertigen Produkt die erwiesene Langlebigkeit der Maschine und der gute Service der Gipo AG: So wurde die Brechanlage aufgrund der Bedürfnisse des Kieswerks Gunzgen entwickelt und gebaut.

Besonderen Wert legten die Verantwortlichen auf die Einhaltung der Arbeitssicherheit und auf den Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden. Von Beginn weg war die Reduktion von Lärm- und Staubemissionen ein wichtiger Punkt, den die Gipo AG in das bauliche Konzept einfliessen lassen musste. So entstand eine Recycling-Brechanlage mit einer Länge von 26 Metern, einer Höhe von 6,30 Meter und einem Gesamtgewicht von 90 Tonnen.

In Zukunft wird die Kieswerk Gunzgen AG mit dieser Anlage jährlich bis zu 200 000 Tonnen mineralische Rückbaustoffe aufbereiten. Diese hochwertigen Recycling-Baustoffe werden im Strassenbau eingesetzt, wie auch zu Recycling-Beton oder Asphalt weiterveredelt. So werden insgesamt rund 20 Fertig- und Halbfertigprodukte hergestellt.

«RC-Baustoffe sind nicht nur nachhaltig bei der Erfüllung von technischen Anforderungen, sondern sie sind insbesondere auch nachhaltig bezüglich Schonung natürlicher Ressourcen und Deponieräumen. Dazu sind sie ökonomisch interessant sowie kreislauffähig (Re-Recycling). Der Einsatz von RC-Baustoffen an einem Bauwerk kann zur Recyclingquote von Eco-Labels wie zum Beispiel Minergie eco angerechnet werden», so Jürg Wyss, Geschäftsführer des Baustoffzentrums Olten/Zofingen BOZ. (mgt)