Wie kamen Sie dazu, an der Giardina in Zürich ausstellen zu können?.

Andrea Stahl: Ich kannte die Messe als Besucherin und habe mir immer gewünscht, hier auszustellen. Durch einen Gärtner, der meine Arbeit kennt, wurde ich empfohlen. Es freut mich sehr, gleich mit einer Sondershow zu starten.

Nicht jeder, der Gartenobjekte herstellt, kann hier ausstellen. Die Auswahlkriterien sind doch ziemlich streng?

Ja, das stimmt. An der «Giardina» muss die Qualität stimmen. Hier dabei zu sein, macht mich schon stolz.

Ihr Tätigkeitsfeld ist breit. Wie lange arbeiten Sie schon künstlerisch?

Schon in jungen Jahren war ich kreativ und seit 20 Jahren arbeite ich selbstständig künstlerisch. Die Metallbearbeitung und das Schweissen faszinieren mich bis heute. Als Künstlerin bin ich aber auch an anderen Materialien sehr interessiert.

Wo – ausser an der Giardina – findet man ihre Objekte sonst?

Meine Arbeiten sind vorwiegend an Ausstellungen, auch zusammen mit anderen Künstlern, zu sehen. Es gibt auch ausgewählte Design-Läden, die meine Objekte verkaufen. Dann kann man mich natürlich auch in meinem Atelier in Aarburg besuchen. Obwohl ich in Rüttenen wohne, habe ich tatsächlich in der Region Solothurn noch keine Ausstellung durchgeführt. Aber vielleicht ändert sich das ja schon bald.

Was fasziniert Sie am Werkstoff Metall? Was ist Ihre künstlerische Intention?

Es reizt mich, dem «schweren» Werkstoff Metall Leichtigkeit einzuhauchen, Metall filigran erscheinen zu lassen. Meine Objekte entwickle und gestalte ich mit viel Leidenschaft. Damit möchte ich vor allem die Herzen begeistern, die Einzigartigkeit und emotionale Formen lieben.

Mit Metall zu arbeiten, ist Knochenarbeit, und doch strahlen Ihre Objekte Verspieltheit und Leichtigkeit aus. Wie schaffen Sie das?

Es sind vor allem die filigranen Ornamente, die das Spiel mit Licht, Schatten und Raum ermöglichen. Ich möchte dabei immer möglichst an die Grenze des Machbaren beim Metall gehen.

Sie wohnen in Rüttenen, arbeiten aber in Aarburg. Wieso das?

Ich bin halt fast so etwas wie eine Zigeunerin. Im Ernst. Ich bin zufällig auf das Atelier in Aarburg gestossen. Es liegt ideal für mich. Doch wohne ich lieber auf dem Land, und die Region Solothurn ist mir vertraut.

Welche Ihrer Arbeiten sind an der Giardina zu sehen?

Ausgewählte Objekte meiner Möbelkollektion, Lichter, Feuerufos und Fackeln. Zudem dürfen die Besucher auf ein speziell für diese Messe realisiertes Objekt für den Garten gespannt sein. So viel sei verraten: Entspannung ist garantiert.

www.giardina.ch vom 13. bis 17. März, Messe Zürich. Andrea Stahls Homepages: www.stahlfactory.ch; www.aartburg.ch