Deitingen

Die «Kitapunkt» wird finanziell unterstützt

Die «Kitapunkt»-Geschäftsleiterinnen Corinne Welzenbach-Egger (l.) und Fabienne Burgy.

Die «Kitapunkt»-Geschäftsleiterinnen Corinne Welzenbach-Egger (l.) und Fabienne Burgy.

An der Sitzung vom vergangenen Mittwoch hat der Gemeinderat entschieden, die seit Kurzem eröffnete Kindertagesstätte «Kitapunkt» finanziell zu unterstützen.

Seit dem ersten Juli dieses Jahres betreiben Corinne Welzenbach-Egger und Fabienne Burgy in Deitingen eine Kita. Zusätzlich soll ab diesem Herbst das Angebot eines Mittagstisches entstehen. Bereits vor Eröffnung der «Kitapunkt» präsentierten die beiden Leiterinnen ihr Projekt im vergangenen März dem Gemeinderat. Obwohl der Rat damals keine Versprechungen machen konnte, stellte er eine Prüfung ihres Anliegens in Aussicht.

In der Zwischenzeit hat sich der Gemeindepräsident Bruno Eberhard der Aufgabe angenommen, Recherchen zu möglichen Finanzierungsoptionen einer Kita anzustellen. «Wissenschaftliche Studien belegen, dass Kitas nebst der beruflichen Integration der Eltern und der sozialen Integration der Kinder auch den Steuerzahler entlasten; dies durch die Steuern der Kita-Angestellten, aus dem Mehreinkommen der Eltern und durch eingesparte Sozialkosten.», erläuterte der Präsident dem versammelten Gemeinderat.

Im Anschluss diskutierte der Rat über die Frage, ob die Kita seitens der Gemeinde mit Geld unterstützt werden soll oder nicht. Die Räte waren sich einig: Bezüglich der finanziellen Lage der Gemeinde hänge momentan ein Damoklesschwert über ihnen.

Caroline Beiner-Flury, Ressortleiterin Information und spezielle Aufgaben, erwiderte daraufhin, dass sie bezüglich des Kita-Projekts bereits sehr viele positive Rückmeldungen von Einwohnern erhalten habe. «Eine Kindertagesstätte gehört in unsere moderne Gesellschaft und ist etwas, das von einer Gemeinde zwingend unterstützt werden muss.» Trotz anfänglicher Bedenken fiel die anschliessende Abstimmung über den Grundsatzentscheid positiv aus: Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig für die Unterstützung der Kita aus.

Im Anschluss besprach man sich über die Form der Finanzierung, wobei sich zwei Optionen herauskristallisierten: Entweder wird die Kita in Form einer Objektfinanzierung, bei der ein Pauschalbetrag ausgesprochen wird, oder einer Subjektfinanzierung, das heisst mit einer einkommensabhängigen Finanzierung, die den Eltern ausgezahlt wird, unterstützt. Einige Ratsmitglieder standen der Subjektfinanzierung kritisch gegenüber, da die Konsequenzen einer solchen Finanzierung nicht vorhersehbar seien.

Die administrative Leiterin der Kita, Corinne Welzenbach-Egger, machte sich klar für die Subjektfinanzierung stark: «Diese Art der Finanzierung schafft Chancengleichheit bei allen Familien, damit auch weniger wohlhabende Eltern ihre Kinder fremdbetreuen lassen können.» Ausserdem erscheine die Möglichkeit der Fremdbetreuung auch automatisch attraktiver, wenn die Gemeinde sich zu einer Unterstützung bereiterklären würde. Die anschliessend durchgeführte Abstimmung fiel knapp aus. Drei der sieben Gemeinderäte stimmten für eine Objektfinanzierung, vier von ihnen sprachen sich für eine Subjektfinanzierung aus. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 23. September, bei der auch das Budget fürs Jahr 2015 erstmals verlesen wird, soll nun ein detailliertes Reglement dafür ausgearbeitet werden. Orientieren will man sich dabei am bereits bestehenden Stipendien-Reglement.

Nach einigen kleinen Änderungen hat der Rat des Weiteren das Investitionsprogramm 2015 - 2019 verabschiedet.

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