Neubau
Die Kicker vom FC Rüttenen erhalten ein neues Klubhaus

Der Fussballclub Rüttenen will das Klubhaus neu aufbauen, weil es nicht mehr den Standards entspricht. Denn das Dach des alten Klubhauses hat Löcher und die sanitären Anlagen sind veraltet und defekt.

Urs Byland
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Das Klubhaus hat ein defektes Dach, die sanitären Anlagen und die Küche müssen ersetzt werden.

Das Klubhaus hat ein defektes Dach, die sanitären Anlagen und die Küche müssen ersetzt werden.

Urs Byland

Das alte Klubhaus des FC Rüttenen ist marode. Das Dach weist Löcher auf, die sanitären Anlagen sind veraltet und zu einem grossen Teil defekt. Auch die Küche entspreche nicht mehr den heutigen Standards und Vorgaben.

«Es ist nicht mehr zumutbar», sagt Marcel Haudenschild, Aktiver beim FC Rüttenen wie seine drei weiteren Kollegen im Projektteam. Nicht zumutbar für diejenigen, die das Klubhaus als Gemeinschaftsort benutzen.

Dort versammeln sich die Aktiven zu Besprechungen, die Mitglieder zu Generalversammlungen oder viele Gäste an Anlässen wie dem weitherum bekannten Galmis Cup. «Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Geld in die Infrastruktur stecken müssen.» Nun wolle man etwas Richtiges machen und dafür auch Geld in die Finger nehmen. Im neuen Gebäude soll vor allem der Aufenthaltsraum um einen Drittel grösser werden.

Viele Eigenleistungen

Der Fussballclub mit seinen über 120 Aktivmitgliedern, Juniorinnen und Junioren spricht von seinem Jahrhundertprojekt. Und der Club ist nicht alleine. Am Haus bauen auch viele Menschen mit, die dem FC Rüttenen nahe stehen.

Auf der Internetseite des Clubs, dessen Eliteteams in der 4. und der 5. Liga kicken, findet man die Zeichnung einer Backsteinfassade mit Grundmauern und Dach sowie den Namen der vielen Spender, die einen Backstein, ein Dachelement oder ein Bodenelement kauften.

Bereits konnten mehr als zwei Drittel der Baukosten mit Spenden generiert werden. Dazu gehören auch die 31 000 Franken, die die Gemeinde dem Fussballclub à fonds perdu für den Bau zur Verfügung stellt.

180 000 Franken kostet der Neubau. Zusätzlich leisten die Vereinsmitglieder Eigenleistungen im Wert von gut 100 000 Franken. «Hinter jeder Arbeitsgattung steht eine Firma. Aber wir stellen die Arbeitsleute», berichtet Marcel Haudenschild.

Von Verhältnissen wie beim FC Selzach, wo die Gemeinde das Klubgebäude für über 850 000 Franken erweitert, bei Eigenleistungen von 80 000 Franken, können die Rüttener nur träumen.

Das Land, auf dem das neue Klubhaus gebaut werden soll, gehört der Einwohnergemeinde und liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen. Der Gemeinderat hat das Bauvorhaben offiziell gutgeheissen, das Projekt genehmigt und schriftlich festgehalten, dass dem FC das benötigte Grundstück zur Verfügung gestellt wird.

Mit dem Abriss des alten Gebäudes soll bereits im März gestartet werden. Zum Baugesuch sind keine Einsprachen eingetroffen. Stehen soll das neue, geringfügig grössere Klubhaus schon drei Monate später. Ein sportlicher Zeitplan. Aber am Grümpelturnier Ende Juni will das Projektteam zusammen mit der FC-Familie das neue Haus einweihen können.

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