Deitingen
«Die grüne Fee» ist unterwegs nach Deitingen

Die Vorbereitungen für Franz Walters neues Musical «Die grüne Fee» werden jetzt intensiver. Es steht noch viel Arbeit an, bevor die Aufführung am 3. August zum ersten Mal über die Bühne gehen kann.

Martin Moser
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Autor Franz Walter (vorne) und das «Fee»-Team lauschen in der Deitinger Zweienhalle den Ausführungen von Regisseur Thomas Dietrich.

Autor Franz Walter (vorne) und das «Fee»-Team lauschen in der Deitinger Zweienhalle den Ausführungen von Regisseur Thomas Dietrich.

Martin Moser

Deitingen bereitet sich auf ein Grossereignis vor: «Die grüne Fee» wird im August durch das «Mösli» schweben. Das Musical soll an den Erfolg von «Justina Dolores» anknüpfen – jenes Musical, das im verregneten Sommer 2006 die Deitinger Kiesgrube in einen magischen Ort verwandelte. Gleiches soll diesen Sommer mit dem «Mösli» geschehen, einer lauschigen Waldlichtung am Dorfausgang Richtung Wangen.

Geschichte des Wasseramts

Autor Franz Walter ist – wie bei «Justina Dolores» – für die «grüne Fee» in der Geschichte und in den Sagen des Wasseramts fündig geworden. Die Geschichte spielt im Spätsommer 1852. Im äusseren Wasseramt dauert der jahrelange Kampf unter den Gemeinden ums knappe Oeschwasser unvermindert an. Im Bad Quellental in Oekingen laufen die Vorbereitungen auf den Besuch der französischen Königin Amalia auf Hochtouren. Sie und ihr Gefolge wollen sich die bekannten Oeschforellen nicht entgehen lassen. Gleichzeitig erhitzt eine turbulente Sigristenwahl in Deitingen die Gemüter weit übers Wasseramt hinaus.

Hier gibts Tickets

Tickets für das Musical «Die grüne Fee» in Deitingen gibts online unter www.musical-deitingen.ch oder bei Solothurn Tourismus. Aufgeführt wird die «Fee» im August 15-mal. Die Premiere findet am 3. August statt, die Derniere am 24. August. (mm)

Adel und Dorfprominenz, Politiker und Künstler, einfaches Volk und aufmüpfige Aussenseiter sind hin- und hergerissen zwischen doppelbödigem Spiel und Heuchelei, Hochmut und Vetternwirtschaft, Absinth und der Magie und Mystik von Wasserfee und Elfen.

Was so fantastisch tönt, braucht Knochenarbeit auf allen Ebenen, damit es auf die Bühne kommt. Die Vorbereitungen zur «grünen Fee» laufen darum schon seit Jahren: organisatorisch und künstlerisch. Jetzt allerdings hat die ganz intensive Phase des Projektes begonnen: Regisseur Thomas Dietrich, der unter anderem auch die Sommeroper Selzach inszeniert, hat beim ersten grossen Teammeeting mit Sängern, Schauspielern, Musikern und Tänzern erläutert, wie er sich die jetzt beginnende intensive Probenarbeit vorstellt. Ein Monat Intensivarbeit sei zwar knapp, aber ihm lieber, als wenn sich das über lange Zeit hinzöge. Natürlich aber ist der Chor seit längerem daran, die von Dülü Dubach vertonten Lieder einzustudieren.

Oskar Fluris Modell der Szenerie.

Oskar Fluris Modell der Szenerie.

Die Besetzung der Solorollen für die «Fee» darf sich sehen lassen: Mit Tanja Baumberger, Marie-Christine Banga, Urs Schmassmann oder Urs Mühlethaler sind erfahrene Darsteller und Sänger mit dabei. Dazu kommen weitere musicalerfahrene Schauspieler wie Stephan Luethy, Sven Olaf Denkinger oder Naemi Mettler.

Nicht nur die Bühnenarbeit wird jetzt intensiv, sondern auch die Arbeit an der Bühne. Denn das «Mösli» muss als Freilicht-Arena mit der eindrücklichen Ausstattung von Oskar Fluri erst noch hergerichtet werden. Viel Arbeit also, bevor «Die grüne Fee» am 3. August ihre Premiere feiern kann.