Mark Seelig hat eine Vision: Bis in zehn Jahren hält er einen Zusammenschluss der fünf Gemeinden im solothurnischen Leimental – Rodersdorf, Metzerlen-Mariastein, Hofstetten-Flüh, Witterswil und Bättwil – für möglich.

Der Gemeindepräsident von Witterswil ist sogar überzeugt: «Früher oder später wird das kommen.» Anklang findet Seelig beim Gemeindepräsidenten der Nachbargemeinde Bättwil: «Das muss ein Ziel für die Zukunft sein», bekräftigt François Sandoz.

Arbeitsgruppen gebildet

Die beiden Gemeindepräsidenten sind sich in einem weiteren Punkt einig; das Ganze müsse man Schritt für Schritt angehen. Vorerst sei eine noch engere Zusammenarbeit oder gar eine Fusion von Witterswil und Bättwil zu prüfen. Dies ist aktuell der Fall. Dafür wurden zwei Arbeitsgruppen, bestehend aus Gemeinderäten beider Gemeinden, gebildet.

Zuerst sollen die Arbeitsgruppen prüfen, in welchen Bereichen eine noch engere Zusammenarbeit möglich ist. «Eine Fusion ist nicht direkt Arbeitsthema der Gruppe, wird jedoch auch betrachtet», betont François Sandoz.

Enge Zusammenarbeit

Dennoch sehen sowohl Seelig als auch Sandoz einen Zusammenschluss als realistisch. Denn in vielen Bereichen arbeiten die Nachbargemeinden bereits eng zusammen. So wurden beispielsweise die Feuerwehr, die Schulen, der Zivilschutz sowie die Jugendarbeit zusammengelegt. «Diese Zusammenarbeit ist wichtig. Jedoch gibt es dabei auch Grenzen. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem eine Fusion Sinn machen würde», meint Sandoz.

Der Bättwiler Gemeindepräsident sieht in einigen Punkten gar eine Gefahr. Die Gemeindeverwaltung und der Werkhof würden nach wie vor von den Gemeinden allein geführt. «Eine Zusammenarbeit in diesen Punkten ist nicht einfach und ist mit Risiken verbunden, eine Fusion wäre da sinnvoller.»

Einwohner müssen bereit sein

Einen weiteren Punkt betonen beide Gemeindepräsidenten gleichsam: Die Bevölkerung soll in die Entwicklung einbezogen werden. Ein erster Versuch einer Fusion scheiterte vor mehr als zehn Jahren, da er mit Druck der damaligen Gemeindepräsidenten ausgeübt wurde. «Wir wollen nicht einfach mit dem Entscheid einer Fusion von oben nach unten an die Bevölkerung treten», meint Seelig. Auch die Einwohner müssten für einen Zusammenschluss bereit sein.