Drei Höfe
Die Gemeindefusion im äusseren Wasseramt ist auf guten Wegen

Schon bald dürften im Wasseramt zwei Gemeinden von der politischen Landkarte verschwinden. Der Grundstein wurde am Mittwochabend in Heinrichswil-Winistorf und in Hersiwil gelegt: Die Gemeindeversammlungen beider Dörfer haben zugestimmt.

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Die Gemeindeversammlung von Hersiwil hat einer Fusion zugestimmt.

Die Gemeindeversammlung von Hersiwil hat einer Fusion zugestimmt.

(az)

In Heinrichswil-Winistorf war der Entscheid einstimmig: Sämtliche 35 anwesenden Stimmberechtigten sagten Ja. In Hersiwil waren es, bei zwei Nein-Stimmen und ebenso vielen Enthaltungen, 35 von 39 Stimmberechtigten, die auf das Geschäft eingetreten sind. In Bezug auf die Fusion sagte Gemeindepräsident Rolf Gerber: «Aus heutiger Sicht bin ich überzeugt, dass wir das Richtige machen.»

Eine Schlussabstimmung fand nicht statt, da diese zwingend an der Urne durchgeführt werden muss. Damit kommt es am 11. März 2012 zur Entscheidung, ob die beiden Gemeinden per 2013 verschmelzen.

Bereits einmal vereint

Mit der «Kleinfusion», wie sie von den Behörden genannt wird, wollen die Gemeinden ihre politische und finanzielle Autonomie erhalten. Weitere und grössere Fusionsabklärungen in den nächsten Jahren seien überflüssig. In einer vereinten Gemeinde könne die Zukunft besser geplant werden. Zusammen haben die «Drei Höfe», wie die neue Gemeinde heisst, rund 740 Einwohner.

Die Finanzverwaltung sowie die Bauverwaltung, die von Hersiwil nach Subingen ausgelagert wurde, werden zurückgeholt. Die Fusion wird vom Kanton Solothurn mit einem Förderbeitrag von 249000 Franken unterstützt. Der neue Steuerfuss, so versprechen die Gemeinden, soll nicht höher als 129 Prozent sein.

Übrigens waren Heinrichswil, Hersiwil und Winistorf bis 1854 bereits zusammengeschlossen, ehe sie der Bundesbrief trennte. Mit dem Entscheid von gestern ist eine Einheit in greifbare Nähe gerückt.

(crs/gku)