Anpassung
Die Feuerwehr soll in Deitingen teurer werden

Die Gehälter und der Sold der Feuerwehr erfahren eine Anpassung. Das letzte Wort hat der Souverän. Diskutiert wurde zudem die Zukunft der Spitex.

Urs Byland
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Die heutigen Ansätze würden den Anforderungen für die entsprechenden Aufgaben teilweise «gar nicht» mehr genügen, so die Ansicht. (Symbolbild).

Die heutigen Ansätze würden den Anforderungen für die entsprechenden Aufgaben teilweise «gar nicht» mehr genügen, so die Ansicht. (Symbolbild).

Keystone

Die Feuerwehr Deitingen erfährt diverse Änderungen. An erster Stelle stand an der Sitzung des Gemeinderates die heftig diskutierte Änderung der Soldansätze und Gehälter. Die heutigen Ansätze würden den Anforderungen für die entsprechenden Aufgaben teilweise «gar nicht» mehr genügen.

Die Akzeptanz für den Sold (28 Franken pro Übung) sei nicht mehr vorhanden. Immerhin stimme im Vergleich mit anderen Gemeinden und den Empfehlungen des kantonalen Feuerwehrverbandes das Gehalt des Kommandanten.

Dieser, Markus Grenacher, setzte sich für seine Leute ein. Sein Stellvertreter (bisher 603 Franken), der Fourier (1206) und die Offiziere (200) sollen künftig 1500 Franken erhalten. Bei den Offizieren mag diese Erhöhung krass wirken, aber bisher wurden sie für weitere Aufgaben zusätzlich entlöhnt. Diese Kumulation würde wegfallen. Der Materialwart (400) sollte künftig 800 Franken bekommen. Insgesamt würde der Posten Gehälter von 6429 auf 9320 Franken ansteigen. Ein Gegenantrag unterlag knapp mit 3 zu 4 Stimmen.

Federn lassen musste der Kommandant mit seinem Antrag den Sold von 28 Franken pro Übung auf 28 Franken pro Stunde zu ändern. Im Budget hätte dies mehr als eine Verdoppelung der Soldausgaben von gut 12 000 auf 27 000 Franken mit sich gebracht. Zu viel, sagte eine Mehrheit im Rat. Caroline Beiner schaffte den Durchbruch mit ihrem Vorschlag, den Sold weiterhin pro Übung zu zahlen. Als Betrag wurden 40 Franken festgelegt, analog der Entlöhnung von Kommissionsmitgliedern pro Sitzung.

Nicht zuletzt findet auf Ende Jahr ein Führungswechsel statt. Thomas Stalder wird das Zepter von Markus Grenacher übernehmen. Vizekommandant wird Fabian Stephani.

Spitex im Umbruch

Die Spitex interessiert im Dorf, wie Gemeinderätin Esther Jegerlehner berichtete. Nachdem die bisherige Leistungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und der Spitex aufgelöst wurde, skizzierte sie in einer Präsentation dem Gemeinderat den Wechsel auf ein neues Rechnungsmodell. Mit dem neuen Modell kann die Gemeinde klar festlegen, welche freiwilligen Leistungen sie künftig zu welchem Preis von der Spitex erbringen lassen will.

Die Spitex der Nachbargemeinde Derendingen, mit der man im administrativen Bereich zusammenarbeite, habe mit diesem Rechnungsmodell gute Erfahrungen gemacht. Derendingen ist aber auch im Hinblick auf die Zukunft ein Thema. Die Spitex Deitingen ist zu klein und damit zu teuer, um langfristig überleben zu können. Druck kommt vom Kanton, der künftig nur noch wenige Spitexorganisationen haben will. Deshalb müssen sich Gemeinderat und Spitex Deitingen nach Partnern umschauen. Eine Möglichkeit sei ein Anschluss an die Spitex Wasseramt.

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