Mitten in der Lektion aufstehen und einen Radiergummi auf Nase, Rücken oder Bauchnabel durchs Schulzimmer balancieren? Im Kreis auf einem Bein stehen, einander Bälle zuwerfen und sich dabei merken, welchen Ball man wem geworfen hat? Das sind Bewegungspausen, wie sie im oz13 in Subingen und im OZ Derendingen/Luterbach seit Sommer durchgeführt werden.

«Von viel Bewegung profitiert auch der Geist!», betonte Bildungsdirektor Klaus Fischer am Donnerstag, der sich beim Rundgang durch einige Schulzimmer im oz13 gleich selbst aktiv an den Bewegungspausen beteiligt hatte. «Nur ein gesunder Körper ermöglicht geistige Höhenflüge, etwa in Mathematik oder in anderen Fächern», so Fischer. Nachdem in der Region schon die Primarschule Hubersdorf das so.fit-Zertifikat erhalten hat, solle das «so.fit-Virus» nun auch die Sek I heimsuchen, sage Fischer und bezeichnete die OWO als Vorbild.

Regelmässige Bewegungspausen

Schulen mit dem so.fit-Label verpflichten sich, die Lektionen regelmässig mit Bewegungspausen zu unterbrechen. Zudem müssen mindestens drei freiwillige J+S Schulsportkurse sowie einmal jährlich eine Bewegungswoche angeboten werden. Ebenfalls gehören regelmässige Weiterbildungen sowie ein Einführungskurs für Sportlehrer zu den Bedingungen. Im Gegenzug offerieren die kantonale Sportfachstelle und das Volksschulamt den initiativen Schulen entsprechende Lehrmittel, ein Weiterbildungsangebot sowie für eine Woche einen Anhänger mit Sportgeräten für den Pausenplatz.

«Was hier präsentiert wurde, ist grosse Klasse», lobte Regierungsrat Fischer die sportlichen Darbietungen, die im OZ DeLu vorgeführt wurden. Schülerinnen und Schüler zeigten Übungen am Stufenbarren, akrobatische Showeinlagen oder Volley- und Basketballvorführungen sowie eine kurze Partie Unihockey. Dabei mussten auch die Leiterin oz13 Christine Aebi, Zweckverbandspräsident Urs Müller und Philipp Heri, kantonaler Beauftragter für Bewegung und Sport, einige Bälle ins Tor schmettern.

Neben dem Label überreichte der Bildungsdirektor der Schule Bidons für alle Schülerinnen und Schüler und ein Startkapital von 3000 Franken. Dieser Beitrag werde gezielt für Bewegungsprojekte und Materialien für die Unterrichtspausen eingesetzt, erklärte Schulleiter Adrian van der Floe. Die Volksschule habe einen gesellschaftlichen Auftrag. So wolle die OWO der «bewegungsarmen Gesellschaft entgegenwirken.»