Die kommende Überarbeitung des kantonalen Richtplans führt allenthalben zu Hauruck-Aktionen. Bis der neue Richtplan die Bundesvorgaben erfüllt, gilt ein Moratorium auf Einzonungen. Die Überarbeitung wird zwei bis drei Jahre dauern und startet voraussichtlich am 1. Mai.

Damit die lange Geschichte der Planung eines Feuerwehrmagazins in Messen zu einem Ende kommt, wird nun das normale Vorgehen in einer solchen Sache abgeändert. Bevor das Projekt eines neuen Feuerwehrmagazins von den beiden Gemeindeversammlungen in Unterramsern und Messen überhaupt entschieden wird, soll bereits der Standort des neuen Magazins bewilligt werden.

«Natürlich unter Vorbehalt, dass dann auch das Projekt von der Bevölkerung gutgeheissen wird», erklärt Messens Gemeindepräsidentin Marianne Meister. «Wenn wir es nicht jetzt unter Vorbehalt machen, können wir es wahrscheinlich in zwei, drei Jahren vergessen, dort zu bauen, weil ja dann auch Einzonungen kaum mehr möglich sein werden.»

Aufgelegt ist nun der Bauzonen- und Erschliessungsplan für das Magazin, das an der Eichholzstrasse gebaut werden soll. In Absprache mit dem Kanton wurde die Lage auf der Wiese im Landwirtschaftsland definiert. Es gelten Sonderbauvorschriften.

Kann auf dem Areal kein Feuerwehrgebäude realisiert werden, bleibt es in der Landwirtschaftszone. Das Gebäude soll mit Abstand zur Eichholzstrasse gebaut werden. Dazwischen schreibt der Kanton die Gestaltung einer Hochstamm-Hoschtete vor. Geplant seien sechs Apfelbäume, so Meister. Die Vorgabe des Kantons soll das künftige Magazin nicht so exponiert auf der Wiese erscheinen lassen.

Das Projekt für das neue Magazin liegt pfannenfertig vor. Gerechnet wird mit Baukosten von 1,5 Mio. Franken. Mit dem Landbesitzer wurde ein Vorvertrag unterschrieben. Das Land wird aber nur gekauft, wenn die Gemeindeversammlungen dem Neubau auch zustimmen.