Vor bald 10 Jahren wurde Gomas als inzwischen 246 Mitglieder zählender Verein «Günsberg ohne Mobilfunkantenne an Sportplatz und Schulhaus» gegründet. 2010 reichten 37 Personen gegen das Antennen-Baugesuch eines Mobilfunk-Anbieters eine Beschwerde beim Solothurner Baudepartement ein.

«Wir sind nicht unglücklich darüber, dass uns zur hängigen Beschwerde noch kein Entscheid aus dem Baudepartement vorliegt», hielt Gomas-Präsident Patrik Galli vor der von 17 Personen besuchten 11. Vereinsversammlung im reformierten Gemeindehaus in Günsberg fest. Durch die statutarisch mögliche Übertragung von Stimmrechten waren 51 der 246 Mitglieder vertreten. Man hoffe im Verein dringlich darauf, dass Mobilfunkantennen nicht mehr in derart sensiblen Bereichen wie in der Nähe von Schulhäusern oder Sportplätzen errichtet werden, zumal die Erkenntnisse über Emissionen immer weiter entwickelt würden.

Kein Kontakt mehr mit Anbietern

An der letzten Vereinsversammlung hatte der Bauingenieur ETH Peter Schlegel über Mobilfunktechniken und Strahlenquellen referiert. «Grundsätzlich sind wir nicht gegen die Nateltechnik eingestellt», betonte Galli. Da der Verein die Ansiedlung von Empfangs- und Sendeanlagen in der ganzen Schweiz beobachtet, konnte festgehalten werden, dass beispielsweise die Swisscom auf den Antennenbau bei Schulen verzichtet. Und im Tessin würden Antennen ausserhalb der Siedlungsgebiete in umgebenden Wäldern errichtet, hiess es. «So wünschen wir uns, dass der Standort Günsberg nicht mehr zuoberst auf der Prioritätenliste der Mobilfunkanbieter steht», fasste Galli die Anliegen der Mitglieder zusammen, zumal seit drei Jahren keinerlei Kontakt mehr mit dem am Antennenbau interessierten Unternehmen stattfand.

Die Versammlung beschloss einstimmig, dem Vorstand die Kompetenz zu erteilen, einem Beschwerdeführer in einem möglichen juristischen Verfahren eine anteilige Kostenbeteilung zu gewähren und diesen Beitrag von Fall zu Fall festzulegen. Verzichtet wurde für das laufende, wie bereits für das vergangene Jahr auf den Mitgliederbeitrag, der 30, 50 und 100 Franken für Einzelpersonen, Familien und Firmen beträgt. Sofern in der kommenden Periode aber Kosten für Rechtsaufwand und Beratung entstehen, welche die flüssigen Mittel von 4500 Franken im Vereinsvermögen übersteigen, könnten diese Vereinsbeiträge nachträglich eingefordert werden.

Vereinstätigkeit gewürdigt

Verdankt wurde die während 10 Jahren geleistete Arbeit von Vereinsrevisorin Priska Molinari. Dem verbleibenden Revisor Daniel Schifferle stellte die Versammlung, die zuvor Vorstand und Kassenwesen Décharge erteilt hatte, Frederico Bruni an die Seite. Präsident Patrik Galli dankte für die konstruktive Unterstützung durch treue Mitglieder und lud zu einem geselligen Ausklang ein, in dem die fast 10 Jahre Vereinstätigkeit seit der Gründung von Gomas im November 2003 gewürdigt wurden.