Kriegstetten
Die Bänklete in Kriegstetten mit Chräbsen, Ratten und Sänklöchern

Die Bänklete bot den Schnitzelbankliebhabern ebenso viel wie den Rhythmusfreunden.Erstmals fand die Bänklete in Kriegstetten am Samstag statt, wo Ober Daniel alias E.T. durch ein gefälliges Programm führte.

Hans Blaser
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Zwei der vier Sänklochtoucher aus Kriegstetten.

Zwei der vier Sänklochtoucher aus Kriegstetten.

Hans Blaser

Den Reigen eröffnete gekonnt die einheimische Chräbszunft. Sie gelangte über Grossvaters Ohren im königlichen Ultraschall und über die neue Verbindung Jordi und Ast zur Vereinsmusik mit ihrem Auftritt am Eidgenössischen. Ebenfalls aus den eigenen Reihen stiegen die Sänklochtoucher ans Tageslicht. Neben Lokalem kommentierten sie den Abgang Berlusconis mit einem Seitenhieb auf Blocher. Die Sagibachratte aus Subingen verglichen DJ Bobo mit einem «Räbeliecht ohni Cherzli».

Nicht einfach eine Gugge

Breit gestreute Themen präsentierten die auswärtigen Schnitzelbänke. Die Fernseh-Prominenz nahmen fast alle auf die Schippe. Den Abschluss auf der Seitenbühne überliess die Zunft den drei Musketieren. Sie produzierten die grössten Lacher obwohl – oder etwa weil – sie sich entlang der ominösen Gürtellinie bewegten. Die Baukis als Gugge zu bezeichnen würde ihrem Können nicht gerecht und als rhythmussichere Handwerker ihrem Unterhaltungswert nicht.

Es sind starke Blechbläser und eine Perkussionsabteilung, die virtuos auch auf Handwerkszeug von der Nagelbank bis zur Aluleiter agieren. Grosse Schlagkunst boten die Tambouren-Boys aus Biberist, die nicht nur mit raffinierter Body-Perkussion fesselten. Mit ihrem Schluss lösten sie einen Begeisterungssturm aus. Wie ein choreografierter Funkenregen tanzten die roten Lichter ihrer Schlegelköpfe mit unglaublicher Geschwindigkeit in der Dunkelheit – ein Feuerwerk im Kleinen.