Recherswil
Die Anwohner möchten eine Tempo-30-Zone

Tempo 30 bleibt in Recherswil ein Diskussionsthema. Die «Interessengemeinschaft Verkehrsberuhigung Westringstrasse Zone 30» ist mit dem Begehren einer Tempo- 30-Zone an den Gemeinderat gelangt.

Rahel Meier
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Ein grosser Teil der Bewohner der Westringstrasse wünscht sich die Einführung einer Tempo-30-Zone.

Ein grosser Teil der Bewohner der Westringstrasse wünscht sich die Einführung einer Tempo-30-Zone.

Keystone

Die Interessengemeinschaft bedauerte in ihrem Schreiben, dass die Diskussion über Tempo 30 an der Gemeindeversammlung im Dezember 2011 nicht geführt wurde, weil eine Mehrheit der damals anwesenden Stimmbürger das Thema von der Traktandenliste nahm.

Trotzdem, so die IG weiter, sei im Jahr 2010 ein Kredit von 22 000 Franken für die Erstellung eines Projektes für Tempo 30 in Recherswil bewilligt worden. Zudem stehe im Leitbild der Gemeinde, dass bei Bedarf verkehrsberuhigende Massnahmen möglich seien.

Für Kinder und Senioren

Ein grosser Teil der Bewohner der Westringstrasse würde die Einführung einer Tempo-30-Zone wünschen. Mehr als 30 Personen unterschrieben den Antrag an den Gemeinderat. Gleichzeitig wird auch der Antrag gestellt, die Westringstrasse besser zu beschriften, vor allem gebe es häufig Probleme mit dem Tannenweg West, der in Westringstrasse umbenannt werden sollte.

Die Bewohner würden sich eine verkehrsberuhigte Quartierstrasse bevorzugen, da sich zunehmend kleine Kinder und ältere Leute im Quartier bewegen würden. Auch sollte mit einer Verkehrsberuhigung der Fluchtverkehr von Obergerlafingen über die Westringstrasse in den Tannenweg Ost eingeschränkt werden.

Die Interessengemeinschaft hat bereits Vorarbeiten geleistet und von sich aus Abklärungen mit einem Planungsbüro getätigt. Der Gemeinderat hat den Vorschlag entgegengenommen. Das Geschäft wurde an die Baukommission übergeben. Unklar sei die Kostenfolge, so Gemeindepräsident Hardy Jäggi. Sicher werde der Antrag als Motion an der Gemeindeversammlung diskutiert. «Der Gemeinderat ist nach wie vor der Überzeugung, dass Tempo 30 für Recherswil eine gute Sache wäre», so Jäggi weiter.

Wie weiter im Dorfzentrum?

Gemeindepräsident Hardy Jäggi informierte seine Kollegen darüber, dass er persönlich bei Regierungsrat Walter Straumann vorgesprochen habe, um Druck zu machen in Sachen Dorfzentrum. «Seit neun Monaten liegen der Gestaltungsplan und die Einsprachen dagegen im Baudepartement, und es passiert nichts», so Jäggi. Volg überlege sich in der Zwischenzeit, den Laden in Recherswil zu schliessen, weil sich der Neubau verzögere. Im heutigen Ladenlokal müsste saniert werden, gleichzeitig seien die Umsatzzahlen rückläufig, wie Volg in einem Brief an alle Einwohner schrieb. «Wir müssen uns überlegen, wie es weitergehen soll», so Jäggi.

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