Auf dem Areal der ehemaligen «Papieri» starten neue Aktivitäten. Gestern erschienen Vertreter von Kanton, Gemeinde und der Innostep und besichtigten den Betrieb von Peter Antener, die Acin AG. Diese und eine weitere Firma sind die ersten Betriebe, die auf dem brachliegenden Fabrikareal von einer Grösse von 30 Hektaren wieder eine Produktion aufbauen.

Acin AG bietet anderen Firmen Platz für Lager, aber vor allem für Dienstleistungen im Logistikbereich. Aktuell ist der Betrieb vor allem eine Drehscheibe für die Auszeichnung, Konfektionierung und Vertrieb von Schuhen, Bekleidung oder Sportartikeln. So werden für eine Biberister Firma Waren gelagert und auf Abfrage zusammengestellt.

Für ein Solothurner Schuhhaus wiederum wird die gesamte Ware der Schuhlieferanten entgegengenommen, ausgepackt, kontrolliert, neu eingepackt und gelagert. «Das Schuhhaus will in seinen Räumen Schuhe verkaufen und nicht lagern. Wenn dort der Kunde die Schuhe in der Schachtel entgegennimmt, denkt er vielleicht, wie toll diese vom Schuhhaus verpackt wurden, dabei haben wir die Konfektionierung erledigt», berichtet Geschäftsführer Peter Antener.

Sein Betrieb sei äusserst flexibel und die aktuell sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können mit modernsten Hilfsmitteln die Ware verarbeiten.

«Papieri» neu erwacht

Der wesentliche Aspekt der Besichtigung aber war zu zeigen, dass neues Leben in die «Papieri» gekommen ist. Die bisher für die industrielle Produktion genutzten Räumlichkeiten sollen Zwischennutzungen oder gar neue Nutzungen erfahren. Was nicht einfach sei, wie Antener und Mitleiterin Hidajeta Abdili berichteten.

Die grossen Hallen mussten von Industrieschmutz befreit werden. Der Boden wurde mit einer speziellen Maschine tagelang geschrubbt, damit dieser für den Betrieb einen akzeptablen sauberen Zustand erhielt.

Die Acin AG hofft mit ihrem Angebot in eine Lücke stossen zu können und will im nächsten Jahr den Betrieb auf 15 Beschäftigte ausbauen. Hinzu kommt der Wille, auch Logistiker auszubilden.