Kriegsstetten
Die abgebrannte Scheune soll zu neuem Leben erweckt werden

Urs Bucher plant einen Neubau für die Scheune. Dies ist der Publikation des Baugesuchs zu entnehmen. Der Neubau soll mehrere Zwecke erfüllen. So sind unter anderem eine Arztpraxis und Duplex-Wohnungen geplant.

Urs Byland
Merken
Drucken
Teilen
Urs Bucher, kurz nach dem Vollbrand der Scheune vom Restaurant Kreuz in Kriegstetten.

Urs Bucher, kurz nach dem Vollbrand der Scheune vom Restaurant Kreuz in Kriegstetten.

Christof Ramser

Die abgebrannte Kreuzscheune neben dem Restaurant Kreuz soll mit einem Neubau ersetzt werden. Zweieinhalb Jahre nach dem Vollbrand der Scheune beim Landgasthof Kreuz soll dort neues Leben erwachen.

Dies ist der Wunsch der Bauherrin Pisoni Kriegstetten AG, das heisst deren Besitzers, Gastronom Urs Bucher. Die als erhaltenswert eingestufte Scheune, die Bucher seinerzeit als Lagerraum unter anderem auch für wertvolle Raritäten nutzte, brannte vollständig nieder. «Damit wurde unerwartet Freiraum geschaffen für eine neue Lösung», sagt Urs Bucher.

Geplant ist ein Gebäude, das verschiedene Möglichkeiten offen lassen soll. So soll ein Teil des Kellers mit einer Verbindungstüre zum Restaurant Kreuz von diesem genutzt werden können. Im Parterre wird eine grössere Arztpraxis mit diversen Nebenräumen eingerichtet. Im 1. Stock sind eine Wohnung und ein Gewerberaum geplant. Im 2. Stock und 3. Stock sind zwei Duplexwohnungen eingezeichnet.

Küng: «ich Nehme Amtsgelöbnis ab»

Der alte Gemeinderat von Kriegstetten hatte am Montag die letzte Sitzung der Legislatur. «Falls nicht noch etwas dazwischenkommt», wie Manfred Küng, Gemeindepräsident ad interim sagt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde eine neue Verwaltungsangestellten Finanzen/Einwohnerdienste gewählt. Gabriela Weber machte das Rennen um die 60-Prozent-Stelle und startet am 1. September. «Es gab relativ viele Bewerbungen. Ihre einschlägige Erfahrung im Finanzbereich gab den Ausschlag für ihre einstimmige Wahl», so Küng.
Mit dem Ende der Legislatur am 31. Juli (wir berichteten) ergeben sich einige Probleme. «Die Krebskilbi braucht zur Organisation eine Kilbikommission und der 2. Wahlgang am 22. September ein Wahlbüro.» Nachdem der Gemeinderat das Legislaturende auf den 31. Juli festlegte, habe sich die Frage gestellt, ob dies auch für die Kommissionen gelte. «Ich denke, der Gemeinderat hatte nur sein Legislaturende beschlossen.» Dem habe sich der Gemeinderat angeschlossen.
Ein weiteres Problem ergebe sich nach Legislaturende mit der Abnahme des Amtsgelöbnisses des neuen Gemeinderates. «Ich habe vernommen, dieser will nicht bis Ende September warten.» Deshalb stelle sich die Frage, wer das Amtsgelöbnis abnehmen soll. «Glücklicherweise bin ich auch noch Kantonsrat und damit befugt, dass Amtsgelöbnis abzunehmen. Dies hat eine Nachfrage beim Amt für Gemeinden ergeben.» (uby)

Architekt Michael Lüthi erklärt: «Ziel ist es, Parterre und 1. Stock für Gewerbe offen zu halten. Im 1. Stock ist aber auch je hälftig die Nutzung für Wohnen und Gewerbe möglich.» Für die Arztpraxis im Parterre sei ein Interessent vorhanden, ebenso für die Gewerberäumlichkeiten im 1. Stock. Noch unklar sei, welche Räumlichkeiten am Ende effektiv vom Restaurant Kreuz genutzt werden. «Wir sind daran, uns neu zu positionieren», sagt Urs Bucher. Mehr ist nicht zu erfahren.

In Absprache mit dem Kanton

Der Vollbrand der Kreuzscheune hat vor einem Jahr zur sogenannten Zentrumsüberbauung geführt, die vom Kanton abgeschmettert wurde. Damals empfahl die kantonale Fachstelle Ortsbildschutz dem Gemeinderat in einem Brief, die Ortsplanung zu überprüfen und bis zu deren Abschluss mit einer Planungsmassnahme dafür zu sorgen, dass keine Neubauten in der Kern- bzw. Ortsbildschutzzone von Kriegstetten bewilligt werden können.

«Dies trifft aber auf die Baulücke zwischen den Restaurants Kreuz und Ueli der Pächter nicht zu», erklärt Michael Lüthi. Dort sei es das Ziel, die Lücke schnell zu füllen. «Wir haben den geplanten Bau in Absprache mit dem Kanton gezeichnet. Das ist abgesprochen und das haben wir auch schriftlich», so Lüthi. Dies bestätigt Ruedi Bieri, stellvertretender Leiter vom kantonalen Amt für Raumplanung.