Die abgebrannte Kreuzscheune neben dem Restaurant Kreuz soll mit einem Neubau ersetzt werden. Zweieinhalb Jahre nach dem Vollbrand der Scheune beim Landgasthof Kreuz soll dort neues Leben erwachen.

Dies ist der Wunsch der Bauherrin Pisoni Kriegstetten AG, das heisst deren Besitzers, Gastronom Urs Bucher. Die als erhaltenswert eingestufte Scheune, die Bucher seinerzeit als Lagerraum unter anderem auch für wertvolle Raritäten nutzte, brannte vollständig nieder. «Damit wurde unerwartet Freiraum geschaffen für eine neue Lösung», sagt Urs Bucher.

Geplant ist ein Gebäude, das verschiedene Möglichkeiten offen lassen soll. So soll ein Teil des Kellers mit einer Verbindungstüre zum Restaurant Kreuz von diesem genutzt werden können. Im Parterre wird eine grössere Arztpraxis mit diversen Nebenräumen eingerichtet. Im 1. Stock sind eine Wohnung und ein Gewerberaum geplant. Im 2. Stock und 3. Stock sind zwei Duplexwohnungen eingezeichnet.

Architekt Michael Lüthi erklärt: «Ziel ist es, Parterre und 1. Stock für Gewerbe offen zu halten. Im 1. Stock ist aber auch je hälftig die Nutzung für Wohnen und Gewerbe möglich.» Für die Arztpraxis im Parterre sei ein Interessent vorhanden, ebenso für die Gewerberäumlichkeiten im 1. Stock. Noch unklar sei, welche Räumlichkeiten am Ende effektiv vom Restaurant Kreuz genutzt werden. «Wir sind daran, uns neu zu positionieren», sagt Urs Bucher. Mehr ist nicht zu erfahren.

In Absprache mit dem Kanton

Der Vollbrand der Kreuzscheune hat vor einem Jahr zur sogenannten Zentrumsüberbauung geführt, die vom Kanton abgeschmettert wurde. Damals empfahl die kantonale Fachstelle Ortsbildschutz dem Gemeinderat in einem Brief, die Ortsplanung zu überprüfen und bis zu deren Abschluss mit einer Planungsmassnahme dafür zu sorgen, dass keine Neubauten in der Kern- bzw. Ortsbildschutzzone von Kriegstetten bewilligt werden können.

«Dies trifft aber auf die Baulücke zwischen den Restaurants Kreuz und Ueli der Pächter nicht zu», erklärt Michael Lüthi. Dort sei es das Ziel, die Lücke schnell zu füllen. «Wir haben den geplanten Bau in Absprache mit dem Kanton gezeichnet. Das ist abgesprochen und das haben wir auch schriftlich», so Lüthi. Dies bestätigt Ruedi Bieri, stellvertretender Leiter vom kantonalen Amt für Raumplanung.