Zu Beginn der 80er-Jahre wird Erna Strähl schwer krank. Gelbsucht und eine Blutkrankheit zerstören ihre Leber. Am Ende bringt sie gerade noch 32 Kilogramm auf die Waage. «Sie hätte wohl kein 14 Tage mehr gelebt», erinnert sich Ehemann Bruno zurück. «Es war sehr bitter damals.»

Doch die Ärzte weigern sich, zu operieren. Für sie kommt Erna Strähl als Transplantationspatientin nicht in Frage. «Man sagte mir, ich hätte keine Chance», erzählt die heute 61-Jährige gegenüber Tele M1. Doch die damals junge Frau gibt nicht auf. Es gelingt ihr und ihrem Mann, die Ärzte zu überzeugen. 1986 wird sie im Züricher Unispital operiert und erhält eine neue Leber.

Geschwächtes Immunsystem

Heute muss Erna Strähl durchschnittlich 13 Medikamente pro Tag einnehmen. Sonst stösst ihr Körper das fremde Organ ab. Ihr Immunsystem wird dadurch geschwächt. Eine leichte Grippe kann für sie tödlich enden. Mit den Jahren hat sie jedoch gelernt, mit dieser Gefahr umzugehen. Um kranke Menschen macht sie meistens einen Bogen.

Heute ist Erna Strähl dankbar. Auch ihrem Ehemann gegenüber. «Ohne ihn wäre es nicht gegangen», sagt sie. (cze)