Derendingen

Derendingen zahlt dem Cevi die Erschliessung fürs neue Haus

Vision des neuen Cevi-Hauses.

Vision des neuen Cevi-Hauses.

Das neue Cevi-Haus kommt hinter die Tennishalle zu stehen und benötigt eine Erschliessung. Dabei greift die Gemeinde Derendingen der Institution unter die Arme.

160 000 Franken kostet die Erschliessung zum neuen Standort des Cevi-Hauses. Was auf den ersten Blick viel Geld ist, relativiert Gemeindepräsident Konrad Tschumi. Das bisherige Haus der Cevi an der Steinmattstrasse 22 wurde seinerzeit der Gemeinde abgekauft. Früher war dort die Konsumbäckerei und später das Salzlager der Gemeinde. «Nun plant ein Investor eine grössere Überbauung in diesem Gebiet und das Cevi-Haus gehört zum Perimeter», berichtet Tschumi.

Der Investor hat Cevi angefragt, worauf dieser sich zum Verkauf des Gebäudes bereit erklärt hat. «Die Gemeinde wäre natürlich erfreut, wenn diese Überbauung realisiert wird. Der Cevi ist dann an uns getreten und hat uns um Hilfe bei der Suche nach einem neuen Standort gebeten.» Die Institution organisiert Freizeitangebote für Mädchen und Buben in Jungscharen und ist eingebettet in eine christliche, international ausgerichtete Bewegung.

Der Cevi hatte zuvor schon einen passenden Pavillon gefunden. Die Firma Hug im luzernischen Malters verkaufte dem Cevi ein Holzhaus zum symbolischen Preis von einem Franken. Die Cevi-Mitglieder haben den Pavillon auseinandergenommen und nach Derendingen transportiert, wo er eingelagert wurde.

Schwierige Standortsuche

In der Zwischenzeit wurde ein erster Standort für das neue Cevi-Haus auf Bürgerland beim ehemaligen Schützenhaus gefunden. «Aber es klappte nicht.» An der Bürgergemeindeversammlung wurde das Projekt abgelehnt. Als Standort für das Cevi-Haus wurde nun ein Landstück in der Zone für öffentliche Bauten hinter der Tennishalle gewählt, das noch erschlossen werden muss. «Der Bauer, der das Land pachtet, hat einen Streifen Land freigegeben.»

Bereits habe der Cevi für Abbau, Transport und Lagerung Zehntausende von Franken aus eigenen Geldern aufwenden müssen. «Der Cevi ist in Derendingen einer der aktivsten Vereine in der Jugendarbeit.» So seien die Mitglieder oft mit einem Zelt unterwegs, organisieren den Kindermaskenball an der Fasnacht, sind als Samichlaus unterwegs oder backen an einem speziellen Anlass Züpfen. «Und sie haben ihr Haus geopfert. Deswegen helfen wir mit der Erschliessung.» Die Erschliessung sei nicht vergebens, ist Tschumi überzeugt, dort könnten weitere Nutzungen entstehen. Das Land erhält der Cevi im Baurecht.

Via Sportstrasse

Die Gruppe Werterhaltung und Infrastruktur hatte den Auftrag erhalten, Varianten zur Erschliessung auszuarbeiten. Aber es bleibt bei der ursprünglichen Variante einer Erschliessung über die Sportstrasse, westlich vom Trainingsplatz des Fussballclubs.

Einsprachen abgelehnt

Die Schuleinteilung gibt jedes Jahr zu reden. Der Gemeinderat behandelte drei Einsprachen und wies alle ab. «Wir haben eines sehr amorphe Bevölkerung. Ausgewogene Klassen sind deshalb sehr wichtig. Das ist aber manchmal schwierig zu realisieren und für die Eltern dann nachzuvollziehen», erklärt Gemeindepräsident Konrad Tschumi. Oft erscheine ein Entscheid nicht logisch. «Andererseits kann das logisch Erscheinende für die Qualität der Klassen schlecht sein.» Der Gemeinderat bemühe sich, der Schulleitung operativ nicht dreinzureden. Andererseits müsse er gerade bei Einsprachenentscheiden auf dem Laufenden sein.

Der Aufbau der Tagesstrukturen erfolgt schrittweise. Am Ende sollen alle Tagesstrukturen in der neuen Mehrzweckhalle Mitte untergebracht werden. Wobei, laut Tschumi, noch ein zweiter Standort im Gespräch sei. Nun startet nach den Sommerferien die Aufgabenbetreuung.

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