Solothurn Top 5

Der Zuchwiler Geist soll auch bei einer Fusion nicht verloren gehen

Der erste Workshop von Solothurn Top 5 in Zuchwil zeigt die Gegensätze zwischen denen, die Angst vor zu viel Bürokratie haben und denen, die an Visionen glauben.

Top 5 - unter diesem Übertitel ist das Fusionsprojekt der Gemeinden Solothurn, Biberist, Derendingen, Luterbach und Zuchwil in der Zwischenzeit bekannt. Am Montagabend fand in Zuchwil der erste Workshop für die Bevölkerung statt. Damit wurde die zweite Phase des Fusionsprozesses offiziell in Angriff genommen.

Gemeindepräsident Stefan Hug freute sich, dass rund 50 Leute den Weg in den Lindensaal gefunden hatten. Er betonte, dass die Fusion noch keine beschlossene Sache sei und erst im Herbst 2015 an der Urne über ein Ja oder Nein entschieden werde. «So oder so, wissen wir bis dann über die Stärken und Schwächen Zuchwils Bescheid. Auch ohne Fusion können wir von diesen Erkenntnissen profitieren.»

«Was wollen sie?»

Projektleiter Stephan Käppeli betonte mehrmals, dass es in den Workshops nicht darum gehe, für oder gegen eine Fusion zu werben, sondern den Puls der Bevölkerung zu spüren. «Was wollen sie? Was ist ihnen wichtig? Was wollen sie von Zuchwil unbedingt in die neue Gemeinde einbringen?», fasste Käppeli die Grundfragen zusammen.

In drei bunt zusammengewürfelten Gruppen - die von Stephan Käppeli im Zufallsprinzip zusammengestellt worden waren - wurden danach vier Themenbereiche diskutiert. Die Fragen lautete wie folgt: «Welche Vorteile, Chancen und Hoffnungen verbinden sie mit einer Fusion im Vergleich zum Alleingang.»

Als zweites folgte der Themenbereich «Welche Nachteile, Risiken und Befürchtungen verbinden sie mit einer Fusion im Vergleich zum Alleingang.» Danach folgte der Teil, der am meisten Emotionen auslöste: «Was ist aus ihrer Sicht besonders wichtig im Falle einer Fusion.» Und danach «Welche konkrete Fragen haben sie zur fusionierten Gemeinde.»

Zuchwiler wollen mitreden

Es zeigte sich deutlich, dass die Zuchwiler in einer fusionierten Gemeinde mitreden und mitdiskutieren möchten. Der Zuchwiler Geist, der auch auf Solidarität zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen beruhe, dürfe nicht verloren gehen. Errungenschaften wie die Jugendarbeit, das Kijuzu (Zentrum Kind und Jugend Zuchwil), das Sportzentrum oder die Unterstützung der Vereine dürften nicht verloren gehen.

Angst hatten die meisten vor höheren Steuern oder einer übergrossen Verwaltung deren Wege langsam und bürokratisch werden.

Weitere Workshops:

24. Oktober, 19 - 22 Uhr Derendingen, Saalbau Bad
28. Oktober, 19 - 22 Uhr Solothurn, Landhaus
29. Oktober, 19 - 22 Uhr Biberist, Biberena
30. Oktober, 19 - 22 Uhr Luterbach, alte Turnhalle

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