Subingen

Der Unfall führt nun zu einem Betriebsunterbruch in der Subinger «Güggelibeiz»

Nachdem ein Lieferwagen in den Anbau des Restaurant Oeschbrücke in Subingen krachte, müssen die Betreiber die «Güggelibeiz» auf unbestimmte Zeit schliessen. Dennoch sind sie guten Mutes schon bald wieder eröffnen zu können.

Der Unfall von Sonntagmorgen, als ein VW-Transporter in den Anbau des Restaurants Oeschbrücke fuhr, hat Folgen. Die Wirtsleute Ruth Meister und Urs Leuenberger müssen ihre «Güggelibeiz» auf unbestimmte Zeit schliessen. Das Auto hatte laut Medienmitteilung der Kantonspolizei ein defektes Vorderrad und raste in den Anbau. Die auf der Strasse mit Kreide gezeichnete Spur der Räder des Unfallautos verläuft schnurgerade in den Anbau und ist gut 100 Meter lang.

Einsturzgefahr

Die linke Spur ist eine Bremsspur, die rechte Spur zeigt den Abdruck des Felgens in der Strasse. Augenzeugen hätten berichtet, so Pächter Urs Leuenberger, dass das Fahrzeug schon in Etziken aufgefallen sei, weil bei der Vorbeifahrt die Funken stoben. Der bisher vor dem Haus platzierte Brunnen wurde durch die Wand in den Anbau geschoben und steht nun halbwegs im Säli. Dort zeigt die Wanduhr die genaue Uhrzeit des Unfalls an. Der Zeiger ist bei 05.56 Uhr stehen geblieben. Das Loch in der Wand wurde gestern im Verlaufe des Tages abgedeckt. Das Flachdach des Anbaus müsse wegen Einsturzgefahr möglicherweise gesichert werden, so Pächter Urs Leuenberger.

Das Chaos ist für die Pächterfamilie des Restaurants Oeschbrücke perfekt. Denn der Haupteingang ins Restaurant führte bisher hinten durch den Anbau. Der eigentliche Haupteingang vorne am Restaurant, eine schöne alte mit Ketten gesicherte Rundbogentüre, lässt sich nur von innen öffnen und kann von den Pächtern nicht als Eingang verwendet werden. Das Gebäude aus dem Jahre 1644 ist geschützt. Es ist das älteste Steingebäude von Subingen und diente früher als Zollhaus. Die alte Bausubstanz ist aber nach diversen Um- und Anbauten kaum mehr zu erkennen. Bald nach 1945 wurde der Anbau mit dem Flachdach, eine Holzkonstruktion, hingestellt. Dieser ist nicht geschützt, aber im Säli darin machen die Pächter den Hauptumsatz ihrer «Güggelibeiz».

Unfallverursacher wird gesucht

«Wir hängen etwas in der Luft», berichtet Pächter Urs Leuenberger. Im Moment warte er auf die Versicherungsvertreter, um mit diesen das weitere Vorgehen abzuklären. «Uns sind im Moment die Hände gebunden.» Er sei aber guten Mutes, dass die Versicherung den Betriebsausfall übernimmt. Leuenberger will mit seiner Frau so schnell als möglich die gut funktionierende «Güggelibeiz» wieder eröffnen.

Noch weniger Informationen hat der Besitzer des Hauses. Er wisse nur, dass es einen Unfall gab, könne aber weder dazu, noch zu allfälligen Absichten seinerseits etwas sagen.
Im Facebook erhalten die Wirtsleute regen Zuspruch. Viele Facebook-Freunde sprechen ihr Mitleid aus und ärgern sich aber auch über die Unfallverursacher. Der VW-Transporter stammt von einer regionalen Baufirma. Diese wusste aber gestern noch nicht, ob das Fahrzeug von einem Mitarbeiter gefahren wurde oder ob dieses allenfalls gestohlen wurde. Auch die Kantonspolizei steckte mitten in den Abklärungen und konnte keine weiteren Auskünfte erteilen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1