Brunnenthal
Der «Suberg»-Regisseur wird vor Filmbeginn reinschauen

In den Sommermonaten sind die Open-Air-Kinos in den Städten nicht mehr wegzudenken. Daneben bieten auch ländliche Regionen originelle Filmabende an, zum Beispiel Brunnenthal. Dort geht am 15.August die erste Sommerfilmnacht über die Bühne.

Simon Binz
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Freuen sich auf die erste Sommerfilmnacht in Brunnenthal: Andre Ziegler und Nicole Stuber mit Emilia Stuber.

Freuen sich auf die erste Sommerfilmnacht in Brunnenthal: Andre Ziegler und Nicole Stuber mit Emilia Stuber.

Hanspeter Bärtschi

Ein Kino unter freiem Himmel, zwischen Weiden, Obstbäumen und Mongolischen Pferden – und das erst noch im ländlichen Bucheggberg? Was sich wie ein verträumtes Sommermärchen anhört, soll bald Wirklichkeit werden. Andre Ziegler – seit 2009 Eigentümer des Zieglerhofs in Brunnenthal – hat sich mit vier weiteren Personen des Bucheggberger Sommermärchens angenommen. Das Team: Andre Ziegler (Planung), Nicole Stuber und Daniele Petrolo (Gastronomie), Daniel Moser (Technische Installation) und Bernhard von Allmen (Werbung und Unterstützung durch den Verein ProBuechibärg) lancieren am 15. August die erste Sommerfilmnacht im Bucheggberg. Sie zeigen den preisgekrönten Schweizer Dokumentarfilm «Zum Beispiel Suberg» von Regisseur Simon Baumann.

Open-Air-Kinos in der näheren Region

Brunnenthal
Sommerfilmnacht 15. 8. www.zieglerhof.ch

Burgdorf
Cinété 17.7.–15.9. www.cinete.ch

Biel
Open Air Centre Pasquart 11.7.–17.8. www.filmforumbiel.ch

Jegenstorf
Schlosspark 15. 8./16. 8.
www.schlosspark-kino.ch

Langenthal
Sommerkino Langenthal 31. 7.–13. 8.
www.sommerkino.ch

Olten
Open Youcinema 16. 7.–3. 8.
www.youcinema.ch

Solothurn
Solothurner Sommerfilme 19. 8.–24. 8.
www.altesspital.ch

Cinema sud, Kreuzackerpark 7./8. 8.
www.helvetas.ch

Angaben über weitere Kino-Open-Air-Spielorte in der ganzen Schweiz unter: www.ontour.ch

Die Idee zum Open-Air-Kino ist während der letzten Wintersitzung des Vereins Pro Buechibärg entstanden. «Während wir über das Tätigkeitsprogramm 2014 diskutierten, hatte jemand die Idee, den Film von Baumann zu zeigen», erklärt Andre Ziegler, der von Amtes wegen – er ist Präsident des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins des Kantons Solothurn – an verschiedenste Generalversammlungen und Sitzungen von anderen Interessengemeinschaften und Vereinen eingeladen wird. Ziegler sagt, er habe dann die Idee aufgeschnappt und mit seiner Freundin Nicole Stuber zu Hause in Gedanken weiterentwickelt. «Da wir von der Idee fasziniert waren, habe ich den Verein um Hilfe angefragt.» Geschäftsführer Bernhard von Allmen sei natürlich sofort dabei gewesen, und so kam eines nach dem anderen.

So gelang es dem Team, Regisseur Simon Baumann am 15. August auf den Zieglerhof zu holen. Er wird vor Filmbeginn eine kleine Einführung zu seinem Werk geben. Zudem bleibe er auch noch nach dem Film anwesend und es bestehe die Möglichkeit, sich mit ihm sowie der Koautorin des Filmes, Kathrin Gschwend, auszutauschen. Doch warum genau dieser Film? «Baumann hat einen nahen Bezug zum Bucheggberg und lebte selbst einmal für eine Weile im Bezirk. Zudem hat der Bucheggberg ähnliche Strukturen wie Suberg.»

Bei schönem Wetter soll die Sommerfilmnacht, wie erwähnt, draussen stattfinden. «Dann haben wir unbegrenzt Plätze und eine Abendkasse», so Ziegler. Ansonsten finde die Filmnacht in der Scheune statt und dann würden «nur» 120 Leute Platz finden. «Das wären dann die, die sich bereits im Vorverkauf ein Ticket ergatterten.» Egal wie das Wetter ausfällt, die Besucher der Filmnacht müssen auf jeden Fall, vor, während und nach der Vorführung nicht hungern. «Wir bieten Kartoffelsalat, Steaks und Würste an. Zu trinken gibt es natürlich Buechibärger Bier, und Wein gibts vom Weingut Krebs in Twann.»

Wenn am 15. August also Simon Baumanns Stimme durch die Brunnenthaler Nacht hallt, dann ist dies der Startschuss für die erste Bucheggberger Sommerfilmnacht. Und es soll keinesfalls die letzte sein, verrät Andre Ziegler. «Wir hoffen es jedenfalls», lacht der 28-Jährige. Wenn alles sauber über die Bühne gehe, wolle man es nächstes Jahr wieder versuchen. Auch kann er sich vorstellen, mehr als nur einen Film zu zeigen: «Abwegig ist das sicher nicht, wir wollen aber zuerst einmal die Rückmeldungen abwarten.»