Es ist wieder soweit, die Show der grossen Gefühle ist zurück. Der Privatsender «3+» startet ab heute die 8. Staffel der erfolgreichen Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht...». Mit dabei auch «Seppi» Vögtli oder «Josef, wie ich eigentlich heisse», sagt der Hochwaldner Milchbauer.

Der 34-jährige dreifache Vater hat auf seinem 40 Hektaren grossen Hof momentan 37 Kühe und einen Hund. Sein Vater habe bis 1978 im Dorfzentrum «buuret», dann habe er etwa 500 Meter entfernt vom Dorf den Langacker-Hof gebaut.

Seit 2007 hat Vögtli den Hof gepachtet. Rückwirkend auf den 1.1. dieses Jahres hat er ihn übernommen. Sein Vater hatte neben der Milchwirtschaft noch Ackerbau – mit Weizen und Gerste – betrieben. Das Einzige was Vögtli heute jedoch noch anbaut, ist Mais für den Eigengebrauch. «Da ich mehr Kühe habe als mein Vater, brauche ich natürlich auch mehr Futter.»

Kollegen hatten ihn bereits vor drei Jahren angemeldet

Die ganze Geschichte rund um die Sendung habe bereits vor drei Jahren begonnen. «Damals haben mich Kollegen angemeldet. So sind die Verantwortlichen von der Produktionsfirma zu mir auf den Hof gekommen, wie sie das bei allen Teilnehmern machen.»

In der Zwischenzeit hatte er aber eine Frau kennengelernt und war auch mit ihr zusammengekommen. «So war das Thema ‹Bauer, ledig, sucht...› wieder gegessen», sagt der Milchbauer. Nun sei er aber seit mehr als einem Jahr wieder Single und habe sich darum letztes Jahr gegen Weihnachten dazu entschieden, wieder Kontakt zu den Machern von «Bauer, ledig, sucht...» aufzunehmen.

Als Bauer muss man flexibel sein

Bauer sein, das bedeutet für «Seppi» Selbstständigkeit: «Ich bin mein eigener Chef. Ausserdem – und das ist mir sehr wichtig – arbeite ich viel mit Tieren.» Als Bauer müsse man flexibel sein, drei bis vier Wochen vorausplanen sei aufgrund des Wetters gar nicht möglich. In seiner Freizeit verbringt er vorallem Zeit mit den Kindern, das stehe an erster Stelle. «Motocross- und Gokartfahren, Fussball spielen, alles was ihnen Spass macht.» Er und die Kinder sind sportlich und bewegen sich gerne, darum verbringen sie die meiste Zeit – wenn das Wetter stimmt – auch draussen.

Seppi (34) ist ein liebevoller Familenvater

Seppi (34) ist ein liebevoller Familenvater

Die perfekte Bäuerin?

Wichtig ist für ihn, dass seine Zukünftige sich vorstellen kann, auf einem Bauernhof zu leben. «Eine Zukunft zusammen mit einem Bauer», sagt Vögtli. Für seine Partnerin müsse auch eine Zukunft mit Kindern vorstellbar sein. Vögtli hat drei Kinder im Alter von 7, 10 und 12 Jahren. Sie stammen aus Vögtlis erster Ehe. Diese ging 2007 in die Brüche, ein Jahr darauf kam es zur Scheidung. Die beiden älteren Kinder, die damals fünf und sieben Jahre alt waren, blieben bei Vögtli. Das Jüngste lebt bei seiner Ex-Frau.

Vögtli sucht jetzt «eine Frau die fest, mit beiden Beinen im Leben steht und weiss, was sie will». Vom Aussehen habe er nicht so genaue Vorstellungen, sportlich sollte sie sein, sicher keine Stubenhockerin. Es müsse ja auch zusammenpassen. «Ä Frau zum Fröid ha sägi aube», so Vögtli lachend.

«Ich will nicht, dass meine Frau nur kocht»

Sollte denn seine Auserwählte ausschliesslich in der Küche und im Haus arbeiten, wie das öfter bei Bauern in der Sendung zum Gespräch kommt? «Nein, auf keinen Fall», sagt Vögtli. Er habe vier der letzten fünf Jahre selber den Haushalt gemacht und sei da relativ flexibel. «Ich glaube es ist schwierig in meiner Situation genaue Vorstellungen zu beschreiben. Es wäre schön jemanden zu haben, der im Haushalt hilft, aber auch jemanden, der Freude an der Landwirtschaft hat.»

Zu wenig Singlefrauen in Hochwald?

Klappts denn mit den Frauen einfach nicht, oder hat es etwa zu wenig Single-Frauen in Hochwald? «Seppi» lacht und meint, dass sei eine gute Frage. «Ich bin vielleicht schon ein bisschen anspruchsvoll geworden. Durch meine Kinder und einer gewissen Lebenserfahrung. Ausserdem ist meine Situation für manche Frauen im gleichen Alter wohl ein bisschen abschreckend», meint der 34-Jährige nachdenklich.

Falls er nicht von Anfang an das Gefühl habe, er könne sich das Zusammensein mit einer Frau vorstellen, die er kennenlernt, sei er auch nicht Einer, der es einfach Mal probiere. «Ich will nicht, was ich bekomme, ich warte, bis ich bekomme, was ich will», beschreibt «Seppi» schmunzelnd seine Situation.

Was ist denn der «Seppi» für ein Kerl?

Zielstrebig, ehrgeizig, ehrlich und flexibel: Mit diesen Adjektiven beschreibt sich der Milchbauer selbst. «Ich will im Leben weiterkommen, habe gern Erfolg und arbeite auch hart dafür.» Er könne sich beispielsweise nicht vorstellen, dass der Hof in 20 Jahren noch gleich weit wäre. Darum suche er auch eine Frau, die ähnliche Verlangen hege, «es muss ja zusammenpassen».

Ist es denn auch für seine Kinder in Ordnung, wenn Papa eine neue Frau sucht? Vögtli lacht: «Ja, die stehen voll hinter mir, sie lieben es, wenn ein bisschen Action auf dem Hof herrscht.» Das sei auch gut so, denn die Unterstützung der Familie sei ihm extrem wichtig.

Nicht irgendeine, die Richtige

Bauer Vögtli will am TV nicht irgendeine Frau treffen, er will die Richtige finden. «Ich bin noch Einer, der an die eine Frau glaubt und habe das Gefühl, dass irgendwo dort draussen die Frau ist, bei der ich am Morgen neben ihr aufwache und überzeugt bin, dass die Richtige nebendrann liegt. Ja ich bin noch einer dieser Romantiker», lacht der symphatische Bauer.

Ob Josef «Seppi» Vögtli das Glück hold sein wird, sehen Sie ab heute Abend auf «3+». Die neuen Bauern und Bäuerinnen stellen sich in zwei Folgen vor und hoffen so auf viele Bewerbungen.