Noch liegt der letzte Schnee auf dem Balmberg. Je nach Tageszeit und Witterung ist es garstig und unfreundlich. Aber im Seilpark laufen bereits die Vorbereitungsarbeiten für die neue Saison. An Ostern wird wiedereröffnet. Der Seilpark geht in die siebte Saison. Gestartet wurde seinerzeit mit sieben Parcours: sechs für Erwachsene, einem für Kinder. Später kamen die sogenannten Monkey-Bäume – rund 15 Meter hohe Kletterbäume – dazu. Danach zwei weitere Parcours, einer davon wiederum speziell für Kinder.

Eher schlechte Saison

In der letzten Saison verzeichnete der Seilpark einen Besuchereinbruch. «Das Wetter war vor allem an den Wochenenden häufig schlecht», erklärt Betriebsleiter Bele Schmid. Der Seilpark wird trotzdem weiter ausgebaut. Geplant ist ein zehnter, ein mittelschwerer, Parcours mit einem speziellen Highlight, einer insgesamt 174 Meter langen Tyrolienne (Seilrutsche, an der man mit einer Seilrolle am Seil hängend von Baum zu Baum gleiten kann). Die Bäume für den neuen Parcours sind bereits angezeichnet und man kann in etwa erahnen, was einen erwartet. Schmid entwirft und baut die Parcours übrigens alle selbst.

Freiwillig zertifiziert

166 Plattformen hat der Seilpark auf dem Balmberg zurzeit. Von diesen aus kann man sich gesichert von Baum zu Baum bewegen. Diese sind mit Seilen und verschiedenartigen Brücken verbunden. Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn sind gefragt, da sich die Seile und Brücken immer bewegen. Bei schwierigeren Parcours sind auch Kondition und Kraft nötig. «Der schwarze Parcours wird eher weniger begangen», so Schmid.

Nur wer die Kletterausrüstung des Seilparkbetreibers trägt, kann die Parcours in Angriff nehmen. Auch eine obligatorische Instruktion gehört dazu. Während die Skilifte auf dem Balmberg konzessioniert sind und deshalb von Gesetzes wegen überprüft werden, braucht es für das Betreiben eines Seilparks kein Sicherheitszertifikat. «Für uns ist Sicherheit wichtig», so Bele Schmid. Der Seilpark Balmberg ist deshalb ausgezeichnet mit dem Sicherheitszertifikat der Swiss TS und zudem Mitglied der Swiss Outdoor Association, die Aus- und Weiterbildungen für Seilparkpersonal durchführt.

Eines nach dem anderen

Bevor der neue Parcours gebaut wird, heisst es nun aber vor Saisonbeginn die 230 vorhandenen Ausrüstungen zu kontrollieren und fehlerhafte Teile zu ersetzen. «Die Klettergurten und Karabiner haben eine Lebensdauer von fünf bis acht Jahren», so Schmid. Die Karabiner wurden deshalb auf die neue Saison hin alle ausgewechselt. Auch die Gurten werden nach und nach ersetzt. «Jedes Mal, wenn wir die Ausrüstung während der Saison herausgeben oder sie abends wieder verräumen, kontrollieren wir sie zusätzlich.»