«Von einem solchen Saisonauftakt konnten wir nur träumen, wir sind alle positiv überrascht. Hoffentlich bleibt es auch über die Festtage hinweg so schön», erklärt der Skiliftangestellte Stefan Zbinden. Vor allem Familien und Jugendliche vergnügten sich auf den Pisten. Nach einer Zwischenverpflegung mit Suppe und heissem Apfelpunsch ging der Winterspass erst richtig los. Das Kurhaus Balmberg öffnete eine Woche früher als geplant und bot in der Gaststube hungrigen Wintersportlern warme Tellergerichte an.

Pistenraupe im Vormarsch

Für ideale Pistenbedingungen sorgte die neu angeschaffte Pistenraupe. Kaum angeliefert war diese in den Tagen vor Saisonbeginn im Einsatz. Pistenraupenfahrer Patrick Zbinden und Ruedi Allemann hatten alle Hände voll zu tun. «Wir präparierten zuerst die Pisten des Skilifts Höfli und dann diejenige des Kähle», erklärt Patrick Zbinden. Denn heftiger Schneefall in der Nacht von Freitag auf Samstag hat dafür gesorgt, dass nur zwei statt vier Skilifte am Samstag in Betrieb waren. Die beiden Skilifte Röti und Bödeli konnten deshalb erst am Sonntag geöffnet werden. «An diejenigen Stellen, wo die Pistenraupe den Schnee nicht beseitigen konnte, musste mit von Hand mit der Schneeschaufel nachgeholfen werden», sagt Patrick Zbinden.

Seit mehr als 12 Jahren ist für Ruedi Allemann und Patrick Zbinden im Winter der Balmberg zur zweiten Heimat geworden. «Schon unsere Väter arbeiteten hier, wir sind sozusagen ins Geschäft hineingewachsen», erklärt Patrick Zbinden. Unter der Woche arbeiten sie in einem Transportunternehmen, im Winter präparieren sie zusätzlich auf dem Balmberg die Pisten. «Das grosse Schild am vorderen Teil der Pistenraupe stösst den Schnee auf die Seite, während die Fräse am Ende der Raupe den Schnee hackt. Die Matte sorgt schlussendlich dafür, dass der Schnee pistenreif gemacht wird», erklärt Ruedi Allemann. Die Arbeit mit der Pistenraupe werde dann anstrengend, wenn das Wetter nicht mitspielt: Vor lauter Weiss sehe man manchmal gar nichts mehr.

Kaffee und Raclette

Kinder und Erwachsene nutzten auch das Angebot der Skischule. «An beiden Tagen lief es sehr gut. Es hatte fast zu viel Neuschnee, da fährt es sich nicht so gut», erklärt die Skilehrerin Iveta Grolimund. Zwischen der einen oder anderen Schneeballschlacht trotteten auch Alpakas - auf Trekkingtour unterwegs - an der Skischule vorbei.

Fast eineinhalb Meter Schnee wurde auf der Bergstation Kähle gemessen. «Wir sind überwältigt, das war ein super Saisonstart und die Leute rühmten die Pisten», sagt Karin Schmid-Kurth, Verwaltungsratmitglied der Sportanlagen Balmberg AG. Am Sonntag öffnete auch die beliebte Schneebar, wo nebst warmen Getränken auch Raclette angeboten wurde. «Vor allem während des Nachtskifahrens ist heisser Kaffee beliebt», erklärt Karin Schmid-Kurth. Ab 11. Dezember ist es dann so weit. Jeweils von Dienstag bis Freitag, von 19.30 bis 22 Uhr, ist das Skifahren auf der beleuchteten Kähle-Piste wieder möglich. Neu steht der Skilift Bödeli den Wintersportlern wieder zur Verfügung. Der Airbord-Betrieb wurde eingestellt, zu wenig Besucher und zu gross sei der Arbeitsaufwand gewesen.

Was 1964 mit der Verwirklichung eines Traumes - dem Bau des Skilifts Kähle - der drei Gründungsfamilien Sterki, Ryf und Kurth begann, hat sich heute zu einem beliebten Wintervergnügen für Gross und Klein entwickelt. Ein eingespieltes Team hat mit viel Herzblut am Wochenende für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.