Das Sportzentrum Zuchwil verfügt über einen weiträumigen Parkplatz. Ob sich eine Parkplatzbewirtschaftung «lohnen» würde, wurde durch ein Gutachten eines Planungsbüros verneint.

Wie Urs Jäggi, Direktor des Sportzentrums, gemeinsam mit Bauverwalter Peter Baumann erläuterte, habe die Abklärung ergeben, dass das Kosten-Nutzenverhältnis wenig bringe. Zur Durchführung der Bewirtschaftung seien 260 000 Franken einzusetzen.

«Wir wollen unsere Kunden durch Parkgebühren nicht vergraulen», betonte Jäggi, der das Gratis-Parkieren als einen Beitrag zur Konsolidierung des Zentrums nach schwierigen Jahren bezeichnete. Zudem erleichtere man insbesondere Vereinen das Leben, wenn sie die Angebote des Zentrums nutzen.

Mit 18 Ja, 3 Gegenstimmen und 1 Enthaltung sah der Rat dies grossmehrheitlich ebenso. Wie bisher werden dauerhafte «Fremdparkierer» gebüsst.

Für Null-Variante

Die Vorschläge zur Ausfinanzierung der in Schieflage geratenen Kantonalen Pensionskasse lassen niemanden gleichgültig. Einstimmig war aber der Gemeinderat der Meinung, dass diese Aufgabe vom Kanton übernommen werden müsse.

«Für diese Zeche sind wir nicht verantwortlich. Der Kanton muss seine Hausaufgaben machen», begründete Bea Schibler den Antrag der SP-Fraktion. «Im Interesse der Zuchwiler Finanzen votieren wir für die Null-Beteiligung unserer Gemeinde.» Dies mit der zusätzlichen Begründung, dass der Kanton die nötige Kreditaufnahme viel einfacher bewerkstelligen könnte.

Gemeindepräsident Stefan Hug und Finanzverwalter Mike Marti hatten die vier bisherigen Finanzierungsvarianten und die neue, gemeinsam zwischen Finanzdepartement und Verband Solothurner Einwohnergemeinden entwickelte Idee zur Tilgung der 1,2 Mrd. Franken betragenden Unterdeckung der Pensionskasse ausführlich dargestellt.

Bei einer Einmalzahlung müsste Zuchwil 4,1 Mio. für seine Volksschullehrkräfte einbringen oder aber 40 Jahre lang jährlich 177 822 Franken. Dazu käme noch der Versicherungsanteil des Gemeindepersonals, der zu Ende 2013 einen Fehlbetrag von 3,2 Mio. Franken aufwies.

Persönlich könne er mit beiden Sanierungsmodellen «leben», meinte Hug. Er werde aber mit Nachdruck diesen einstimmig im Rat getroffenen Entscheid für die Null-Variante, «bei der der Kanton das Problem regelt», an der VSEG-Generalversammlung am 26. Mai vertreten.