Kantonalturnfest
Der «Papi» des Kantonalen rennt fürs OK

Lorenz Freudiger ist am Kantonalturnfest als Springer der Wettkampfleitung auf Achse. Der 31-jährige Balsthaler hat vor Jahren seinen Wohnort als Austragungsort fürs Kantonalturnfest vorgeschlagen. Er ist also der «Papi» des Fests.

Adriana Gubler
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Lorenz Freudiger hat am Kantonalturnfest keine ruhige Minute.

Lorenz Freudiger hat am Kantonalturnfest keine ruhige Minute.

Aeschbacher

«Ich bin sicher 20-mal von der Haulismatt ins Moos und wieder zurückgefahren mit dem Fahrrad, weil ich irgendetwas holen musste, das gefehlt hat – zum Beispiel eine Trillerpfeife», beschreibt OK-Mitglied Lorenz Freudiger, wie er das erste Wochenende des Kantonalturnfestes in Thal (KTF) erlebt hat. Der 31-jährige Balsthaler half der Wettkampfleitung als Springer aus und hatte dabei alle Hände voll zu tun. «Ursprünglich habe ich mich für die Einzelwettkämpfe angemeldet. Ich habe mich kurze Zeit später aber wieder abgemeldet, weil ich doch sehr vielen Sachen hinterherrennen musste.» Und für Freudiger war sofort klar: Die organisatorischen Aufgaben gehen den eigenen sportlichen Ambitionen vor.

Am kommenden Wochenende startet er abermals einen Versuch, sowohl für die Wettkampfleitung als auch für den TV Balsthal herumzurennen. Denn einerseits wird er wie gehabt seinen Springerjob ausüben und andererseits steigt er für den TV Balsthal, bei dem er auch Vizepräsident ist, im dreiteiligen Vereinswettkampf in die Hosen. Und das mit Ambitionen: «Wir haben uns einen Podestplatz in der ersten Stärkeklasse zum Ziel gesetzt», sagt Freudiger.

Schlug Balsthal vor

Dabei können die Balsthaler vom Heimvorteil profitieren – und den haben sie ihrem Freudiger zu verdanken. Denn als es vor einigen Jahren bei der Zusammenkunft der vier Regionalturnverbände und dem Solothurner Turnverband um die Austragung des Kantonalturnfests 2012 ging, winkten die jeweiligen Vertreter der drei Regionalturnverbände, Solothurn und Umgebung, Olten-Gösgen und Dorneck-Thierstein, sofort ab. Ihnen kam das KTF aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gelegen. Also blieb noch Lorenz Freudiger, Technischer Leiter im Regionalturnverband Thal-Gäu, übrig. «Das Gäu kam der Infrastruktur wegen nicht infrage, das war mir klar.

Aber die Gemeinde Balsthal mit den Sportanlagen im Moos schon. Deshalb schlug ich sie vor», erinnert sich Freudiger, seines Zeichens «Papi» des KTF 2012 im Thal. Anschliessend war es nicht mehr schwierig, den anderen Thaler Turnvereinen die gemeinsame Austragung schmackhaft zu machen, wie der Polygraf sagt.

Freude bei Freudiger

Nun ist das erste KTF-Wochenende bereits passé. Freudigers Fazit: «Es hat gänzlich überzeugt. Erfreulicherweise gab es keine grösseren Zwischenfälle. Einzig zwei Turner mussten verletzungsbedingt das Krankenhaus aufsuchen und am Sonntag erlitten von den rund 2500 anwesenden Kindern zwei einen Hitzeschlag.»

Nun gilt Freudigers Konzentration aber bereits wieder dem kommenden Wochenende, für das er «bunte Schlussvorführungen» verspricht.

Droht Freudiger nach dem KTF eigentlich das grosse Loch? «Bestimmt wird es für mich eine Entlastung geben. Aber als Technischer Leiter des Regionalturnverbandes und als Vizepräsident beim TV Balsthal warten andere Aufgaben auf mich.»