Aetigkofen
Der neuste Trend läuft nach dem Motto «Schäbi Schigg»

Adventliches Ambiente, Inspirationen für Weihnachtsgeschenke und kulinarische Verpflegung lockten die Leute von überall her zum 18. Buechibärger Wiehnachtsmäret.

Sabine Gfeller
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Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
37 Bilder
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Schlüüfferli und Öpfuchüechli ganz frisch
Werner Rüeggsegger verkauft Bänze mit Ränze
Taschen aus Lastwagenblachen und Plastiksäcken
Schmuckstücke aus altem Silberbesteck und umfunktionierte Haushaltsgegenstände
Schmuck aus altem Silberbesteck
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Buechibärger Weihnachtsmarkt in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen
Kleine Eulen
Der Hofhund von Ischs fühlt sich pudelwohl unter all den Leuten
Diese Damen kamen mit dem Bus aus Winterthur
Heizseckli mit Traubenkernen
Filzhüte und Kappen
Die Käserei Buchegg ist ebenfalls vertreten
Claudia Komminoth von Eyes Open informiert am Apero der Bucheggberger jungen Wirtschaftskammer über ihr Projekt in Kambodscha
Das Blumenhaus Buchegg hat auch einen Stand, an dem Kerzen und Holzdekorationen verkauft werden, die von Behinderten hergestellt wurden

Impressionen vom Buechibärger Wiehnachtsmärit in Aetigkofen

Oliver Menge

Bänze mit Ränze», ertönt es über den umgestalteten Bauernhof der Familie Isch am Wiehnachtsmäret. Werner Rüegsegger lieferte den Besuchern Werner-Brot und Gritibänzen direkt aus dem Holzofen. Zur kulinarischen Verpflegung gab es wie jedes Jahr Chäs-Brägu, Suure Mocke und Raclette. Trotz des fehlenden Schnees herrschte bereits zu Anfang des 18. Wiehnachtsmärets in Buechibärg, Aetigkofen, eine weihnachtliche Stimmung.

Ein breites Angebot von verschiedenen Ständen bot für jede Altersklasse und alle Gesellschaftsschichten eine grosse Auswahl an Weihnachtsgeschenkideen. Im Hinblick auf den ersten Advent gab es an vielen Ständen statt Adventskränze Adventsgedecke auf schmalen, langen Holzrinden oder Keramikplatten.

Während man sich an einigen Ständen durch Keramikgeschirr und Dekoration wie in Grosis Wohnstube fühlte, sah man an anderen Ständen ein Neugeborenes in den angebotenen Söckchen und Schlafkissen vor sich.

Besteck wird zu Schmuck

Der neuste Trend lief nach dem Motto «Schäbi Schigg» (edel, mit einer Verarbeitung, die den Anschein von gebraucht erweckt). An verschiedenen Ständen präsentierten Ausstellerinnen Gegenstände mit verschnörkeltem Muster, das man bis anhin nur auf den Griffen von Silberbesteck kannte: Ohrringe, Armschmuck oder Zimmerdekoration mit eben diesem Muster. Gabel, Messer, Löffel wurden zu Bijoux verarbeitet, sodass einem auf den ersten Blick nicht auffiel, dass damit mal gegessen wurde. Ausgestellte Kisten von 1850 und Porzellantassli von 1923 versetzten einem in eine Zeit zurück, als das Silberbesteck noch dem Aufstecken von Speisen diente.

Eine Ausstellerin funktionierte die Küchenausstattung um, die andere arbeitete sie aus. Verena Riccio präsentierte Küchenutensilien, die durch die Sonderanfertigung der Griffe ein angenehmes Rüsten und Schneiden ohne Blasen an den Handflächen erlauben: Rüster, Schnitzer und Pizzamesser mit Griffen aus Fimomaterial (Kunststoff) und Blumenmuster – hergestellt durch die Mille-Fiori-Technik.

Die Zauberfee wärmt auf

Bei einem Rundgang durch die Stände unter freiem Himmel, im Bauernkeller, Gemüsetunnel oder Holzhäuschen wurden die Besucher an dieser oder jenen Ecke verwöhnt mit Probiererli aller möglichen Art: Curry-Zucchetti, Paprika-Raclette oder warmem Zauberfee-Sirup. Gewärmt durch ein Probiererli wurden auch «drei alte Weiber aus Winterthur» – wie sie sich selbst nannten – mit einem feinen Cüpli. Die beste Art Kunden anzulocken. Einmal davon goutiert, kann man fast nicht anders, als es zu kaufen.

Wo man auch hinging und hinsah: Kleidungsstücke, Esswaren, Gewürze – alles hausgemacht und handgefertigt.

Auch das Zentrum «Blumenhaus Buchegg» besetzte einen Stand. Er war unter anderem ausgestattet mit Würfelkerzen, die in Zusammenarbeit mit den geistig- und mehrfach Behinderten des Hauses hergestellt wurden. Der Verdienst der vier Tage auf dem Buechibärg kommt den Bewohnern zugute.