Die Liegenschaft Fluryhof an der Kriegstettenstrasse wird mit der Immo Friedli AG aus dem bernischen Ittigen einen neuen Eigentümer erhalten. Der Rat diskutierte und billigte einstimmig wichtige Vertragsschwerpunkte, wie sie Gemeindepräsident Peter Jordi, sowie Ratskollege und Jurist Roger Käsermann gemeinsam erarbeitet hatten.

Mit der Käuferschaft war man sich einig, dass hier in der Kernzone K2 kein Hochhaus, sondern wie bisher eine zweigeschossige Bebauung - mit Attika - entstehen soll. Um baldmöglichst Sicherheit zu erlangen, wird bei einem freien Notar ein Vorvertrag geschlossen, bis die Beurkundung des Hauptvertrages bei der Amtsschreiberei stattfindet.

Genau festgelegt sind die Finanzierungsmodalitäten mit Anzahlung und Bankgarantie für die gesamte Kaufsumme, wie auch die Verpflichtung, innerhalb von drei Monaten ein bewilligungsfähiges Baugesuch einzureichen.

Etwas eingeschränkt ist die Nutzung des künftigen Gebäudes, in dem weder Tankstelle noch Take-Away oder Sexgewerbe angesiedelt werden darf. Sofern doch keine Bebauung stattfindet, verfügt die Gemeinde über ein Rückkaufrecht von drei Jahren seit dem Erwerb. Der neue Besitzer ist verpflichtet, den bestehenden Niederlaufbrunnen zu erhalten.

Informiert sind die Käufer auch darüber, dass eine Sanierung der Kriegstettenstrasse demnächst einmal bevorsteht, bei der es beispielsweise zu einer Geländeabtretung kommen könnte.

«Regierungsprogramm» bis 2017

Die rund 70 Legislaturziele, wie sie die Parteien im Vorfeld zusammengetragen hatten, verdichtete die Gemeinderatskommission zu 22 «Inputs». Diesen Eingaben wiederum wurden im Gemeinderat nochmals auf 16 geschrumpft.

Im Nachgang ergänzte Gemeindevizepräsident Christian Holderegger die Auflistung mit dem Wunsch, dass baldmöglichst eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft sogar bis hin zur Fusion zu prüfen sei.

Das Ratsgremium bestätigte dies als wichtiges Legislaturziel. Zuvor allerdings standen Formulierungen zur Gemeindeentwicklung, zu Wirtschaft und Arbeit, zu Finanzen und Steuern, zur Bildung, zu Umwelt und Energie, öffentliche Sicherheit, Verkehr, Soziales, Kultur, Sport, Freizeit und schliesslich die Gemeindeverwaltung selbst auf dem Prüfstand.

Vor allem gelte es, «die positive Spirale für Gerlafingen weiter anzustossen», meinte Werner Rutsch (FDP) mit Blick auf die nötige Aufwertung etlicher Gebäude und der Ansiedlung von Gewerbebetrieben.

Als wichtig erkannte der Rat die Ortsplanungsrevision, die Schaffung einer Dorfzeitung und ein institutionalisiertes Kontaktforum zur lokalen Wirtschaft. Löwenhaft gegen anderslautende Meinungen wehrte sich der Gemeindepräsident für eine Verankerung der Dorfidentität in der Schule, um die Verbundenheit der Jugend zu fördern.

Lange debattierte der Rat über das Label Energiestadt, dessen Konsequenzen Keiser in sechs Hauptgebieten darstellte. Wie bisher sollen öffentliche Einrichtungen überwacht werden.

Im Sinne der Standortförderung soll der S-Bahnanschluss intensiv verfolgt werden. Schwierig wurde es im Bereich Sozialwesen, wo Luana Schreier (CVP) Sparmassnahmen und freiwillige Arbeit von Sozialhilfeempfängern anregte.

Um den Tatendrang der Kollegin zu unterstützen, betraute sie der Rat mit der Einrichtung eines Beschäftigungsprogramms unter ihrer Regie. Wie bisher sollen die Vereine unterstützt werden. Aktuell überarbeitet werden sollen Gemeindeordnung sowie Dienst- und Gehaltsordnung.