Egerkingen
Der «Lindenhag-Park» eröffnet mit Verspätung

Das Egerkinger Einkaufszentrum beim Lipo-Gebäude öffnet am 6. September seine Pforten - aber nicht so wie geplant. Der Bau dauerte zwei Monaten länger.

Erwin von Arb
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Noch wird im und um das neue Einkaufszentrum «Lindenhag-Park» westlich des Lipo-Gebäudes (im Hintergrund) gearbeitet.

Noch wird im und um das neue Einkaufszentrum «Lindenhag-Park» westlich des Lipo-Gebäudes (im Hintergrund) gearbeitet.

Erwin von Arb

Statt wie veranschlagt Ende Mai kann das in den letzten Monaten neu erstellte Einkaufszentrum «Lindenhag-Park» westlich des Lipo-Gebäudes seine Pforten für die Kundschaft erst am 6. September öffnen. In Verzug geraten ist der Bau witterungsbedingt, insbesondere wegen des harten und langen Winters, wie Projektleiter Joachim Lange erklärt. «Ende Februar ging gar nichts mehr, die Arbeiten mussten wegen der Kälte während rund drei Wochen praktisch vollständig eingestellt werden», erklärt Lange im Namen der Investorin, der Omega Plan AG aus Stein am Rhein.

Die zweimonatige Verspätung hat aber auch ihre positiven Seiten, weil nun alle im Einkaufszentrum eingemieteten Geschäfte gleichzeitig eröffnen können. Schuhanbieter Dosenbach wäre bei der angestrebten Eröffnung Ende Mai nämlich noch nicht dabei gewesen, wie Langer erwähnt. Nun hätten sich die Mieter darauf geeinigt, gemeinsam am 6. September zu eröffnen.

Letzte Verkaufsfläche aufgefüllt

Hauptmieter im Einkaufszentrum «Lindenhag-Park» ist Aldi. Der deutsche Discounter, der in Egerkingen seine schweizweit 158. Filiale eröffnet, wird im Erdgeschoss über eine Verkaufsfläche von 1000 Quadratmeter verfügen. Aldi will sich als «Regionalversorger» weiter profilieren, wofür sich der Standort in Egerkingen perfekt eigne. «Wir suchen die Nähe zu unseren Kunden», erklärt Philippe Vetterli von der Medienstelle Aldi Schweiz. Vetterli zeigte sich überzeugt, dass sich dieser Standort auch aufgrund der anderen Partner auf dem Gelände zu einem attraktiven Handelsstandort entwickeln wird.

Ebenfalls im Erdschoss untergebracht ist der Laden von Dosenbach Schuhe. Der Endausbau der 405 Quadratmeter grossen Verkaufsräumlichkeiten wird von Dosenbach in eigener Regie vollzogen, wie Langer erwähnt. Nur noch die Regale und die Kassen einräumen muss hingegen der Modeanbieter Takko Fashion. Derzeit werden im 550 Quadratmeter grossen Laden die Bodenbeläge verlegt. Takko Fashion ist übrigens der letzte Mieter, den Omega Plan «an Land ziehen» musste, um insgesamt drei Verkaufsflächen im ersten Oberschoss besetzen zu können. Die Übergabe des Ladens an Takko Fashion soll gemäss Terminplan am 20. August erfolgen.

Subway kommt ins Gäu

Im ersten Obergeschoss eingemietet sind ferner eine Denner-Filiale mit 450 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie ein Restaurant der amerikanischen Fastfood-Kette Subway mit 150 Quadratemetern. Der Sandwich-Anbieter war bislang im Gäu nicht präsent.

Parallel zum laufenden Einbau der Haustechnik mit Heizung, Lüftung und Elektroinstallationen gibt es auch im Aussenbereich noch einiges zu tun. Als Nächstes steht die Begrünung der Parkplatzumgebung an. Insgesamt wird das Einkaufszentrum über 100 Parkplätze verfügen, 77 davon hat sich Aldi vertraglich gesichert.

7,2 Mio. Franken investiert

Parkplätze wurden auch auf der Nordseite des 57,5 Meter langen und 28,9 Meter breiten Gebäudekomplexes angelegt. Die Parkplätze und der dazugehörige Platz werden vornehmlich von den Angestellten des Einkaufszentrums sowie für die Anlieferung der Waren benutzt. In den Baukörper und in die Umgebung an der Lindenhagstrasse 1 wurden insgesamt 7,2 Mio. Franken investiert.

Der erwähnten Eröffnung am 6. September sollte gemäss Joachim Langer nichts mehr im Weg stehen: «Alles läuft nach Plan». Langers Rückblick auf die Bauzeit fällt insgesamt positiv aus, trotz Zwangspause im Winter. Mit dem Abriss des an vorher dieser Stelle stehenden Domotel-Gebäudes wurde im Juni 2011 begonnen. Mitte September wurde dann der Aufbau des Rohbaus in Angriff genommen werden (wir berichten).

Durchfahrt immer gewährleistet

Als eine der wichtigsten Aufgaben während der Bauphase bezeichnet Projektleiter Langer die Gewährleistung der Durchfahrt zum benachbarten Lipo-Gebäude. «Diese Auflage konnten wir jederzeit erfüllen. Im Winter mussten nur ab und Schlaglöcher aufgefüllt werden, sonst gab es keine Schwierigkeiten.» Zu Reklamationen sei es nicht gekommen.