Lommiswil

Der Laden bleibt weiterhin im Dorf

Aus Anlass des elfjährigen Bestehens des Volg in Lommiswil traf sich die Bevölkerung wieder einmal zu einem Fest, an dem während Stunden alle verfügbarenSitzplätze ausgebucht waren.

Aus Anlass des elfjährigen Bestehens des Volg in Lommiswil traf sich die Bevölkerung wieder einmal zu einem Fest, an dem während Stunden alle verfügbarenSitzplätze ausgebucht waren.

Vor 11 Jahren wurde der Verein Dorfladen gegründet, nun hat er 142 Mitglieder. Heute bezweckt der Verein, die Versorgung der gesamten Dorfbevölkerung von Lommiswil mit Gütern des täglichen Bedarfs sicherzustellen.

Im Jahr 2003 stand Lommiswil auf einmal ohne Dorfladen da. Was in andern Dörfern allenfalls mit Schulterzucken hingenommen worden wäre, löste in Lommiswil sofort Aktivitäten aus.

Der Gemeinderat setzte einen Ausschuss ein, der zum Schluss kam, dass die Einrichtung eines Volg in der ehemaligen Käserei die einzige Lösung darstelle. Als Starthilfe übernahm die Einwohnergemeinde in den ersten fünf Jahren den Mietzins und gewährte dem dazu gegründeten Verein Dorfladen Lommiswil zusammen mit der Bürgergemeinde ein zinsloses Darlehen von 83 000 Franken.

Bereits wenige Monate später, am 16. August 2003, konnte der Dorfladen eröffnet werden, und eine Woche darauf führte der Verein ein gut besuchtes Eröffnungsfest durch, das seither jährlich wiederholt wird.

Dank dem positiven Echo in der Bevölkerung konnte der Verein das zinslose Darlehen bereits nach fünf statt – wie ursprünglich vorgesehen – nach zehn Jahren vollständig zurückzahlen. Der Verein aber lebt seither weiter und zählt jetzt mit 142 Personen die höchste Mitgliederzahl seit seiner Gründung. Heute bezweckt der Verein, die Versorgung der gesamten Dorfbevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs sicherzustellen. Etwas, das gerade für ältere nicht mehr so mobile Menschen von grosser Bedeutung ist.

Auch sozialer Mittelpunkt

Für Lommiswil ist sein «Völgli», wie es oft liebevoll genannt wird, zu einem unverzichtbaren sozialen Mittelpunkt geworden. Hier trifft man sich ungeplant, tauscht Neuigkeiten aus und knüpft neue Kontakte. Dazu trägt nicht zuletzt das vierblättrige Kleeblatt mit Filialleiterin Monika Maurer, den Angestellten Barbara Haldimann und Priska Eggenberger-Kellerhals sowie der Auszubildenden Janine Colombini bei.

Sie machen dem Volg-Slogan «Frisch und fründlich» täglich Ehre. Ihre Dienstleistungen gehen dabei weit über das hinaus, was einfach so selbstverständlich ist.

Dazu ein konkretes Beispiel: Eine ältere, verwitwete Frau kam täglich mit ihrem Rollator zum Einkauf. Als sie einmal zwei Tage nacheinander nicht mehr kam, rief die Filialleiterin sie an und erfuhr, dass sie nach einem Sturz vorübergehend nicht mehr selbst kommen könne. Sofort organisierte Monika Maurer jemanden, der ihr die gewünschten Sachen nach Hause brachte.

Erfreulicherweise zählen auch viele Neuzuzüger zu den Kunden. Denn sie erhalten von der Gemeinde eine Informationsmappe, in der auch für den Verein Dorfladen geworben wird. Und nach einem ersten Besuch werden sie nicht zuletzt dank der freundlichen Bedienung zu Stammkunden.

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