Neubau und Sanierung

Der Grundstein fürs neue Blumenhaus Buchegg ist gelegt

Am Donnerstag wurde der Grundstein zum Neubau- und Sanierungsprojekt Blumenhaus gelegt. Der Spendenbarometer fürs Bauprojekt steht derzeit bei 5 Millionen Franken.

Etliche Gäste der Grundsteinlegung für den Bau eines neuen Heims für Erwachsene haben die eine oder andere ähnliche Feier miterlebt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums zur Förderung und Betreuung von Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung war es etwas Einmaliges. Ab und zu ein Freudenschrei, lautes Glucksen und zwischendurch erregte Kommentare oder Gespräche begleiteten die Reden an der Grundsteinlegung.

Als die Kupferkiste, die später in der Baugrube des Neubaus vergraben wurde, auf einem Palett heranschwebte, staunten die Bewohnerinnen und Bewohner des Blumenhauses nicht schlecht. Der Kran, ferngesteuert von einem Mitarbeiter, platzierte die Kiste genau neben dem Rednermikrofon. Nun folgte der Auftritt, auf den sich die Kinder und Erwachsenen lange vorbereitet hatten. Sie legten alle ein Erinnerungsstück in die Kiste. Dann entschwebte die Kiste wieder, wie von Zauberhand bewegt.

Spontane Rede einer Bewohnerin

Einen grossen Auftritt hatte auch Trudi Kaufmann aus Etziken. «Herr Schnellmann, darf ich jetzt etwas sagen?», rief sie nach vorne zum Rednerpult. Institutionsleiter Roger Schnellmann bejahte. Sie sei schon lange im Blumenhaus, schon im alten Blumenhaus habe sie gewohnt seit 1962, als sie als bald Achtjährige aufgenommen wurde. «Ich wohne im Wohnheim und möchte gern bleiben und nicht in ein anderes Heim.» Viel Applaus und zustimmende Rufe waren ihr sicher.

Zuvor berichtete Vorstandspräsident Markus Jordi, wie die Idee für den Neubau und die Renovierung des bestehenden Heimes entstand. «Wir empfanden es als unerträglich, erwachsene Menschen mit einer Behinderung einfach dem Schicksal zu überlassen.» Mit dem Neubau wird das Angebot verdoppelt. Landammann und Sozialdirektor Peter Gomm freute sich, dass «es Leute mit Visionen gibt». Das Blumenhaus habe bereits mehr Spenden eingenommen, als normalerweise zu erwarten seien.

Michael Harr, Geschäftsführer der Schweizerischen Stiftung für das cerebral gelähmte Kind, erklärte aus Spendersicht die Motivation, zu helfen. «Das Schaffen von Wohnheimplätzen ist ein zentrales Anliegen.» Claude Barbey, Präsident der Baukommission, versprach mit dem Bau «eine gefreute Sache» und erinnerte sich mit Freude an den Moment, als er einmal als Kind etwas in eine solche Kiste legen durfte, die dann vergraben wurde.

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