2010 lag der Steuerfuss in Lüterkofen-Ichertswil auf 85 Prozent, letztes Jahr wurde er auf 95 erhöht. Und auch heuer präsentierte der Gemeinderat ein Budget, das mit einem höheren Steuerfuss rechnete: 120 Prozentpunkte sollten es sein.

Breite Opposition

Dies sorgte allerdings im Dorf für breite Opposition. Es gab sogar eine Unterschriftensammlung. Ressortchef Heinz Ochsner zeigte auf, wieso die Steuern erneut erhöht werden müssen. Es sind vor alle die Bereiche Bildung und soziale Wohlfahrt, die Mehrkosten verursachen. "Diese Bereiche können wir nicht beeinflussen", so Ochsner. Dazu kämen Mindereinnahmen bei den Steuern. Diese würden einerseits durch die Steuergesetzrevision verursacht, andererseits aber auch durch den Wegzug eines potenten Steuerzahlers.

Aus der Mitte der Versammlung kamen zwei Anträge: Einer auf eine Erhöhung auf 112 Punkte, einer auf 115. Der erste Antrag wurde dann aber zurückgezogen. Somit standen sich der Antrag des Gemeindrates und derjenige auf 115 Prozent gegenüber. Für 115 stimmten 54 Personen und damit eine Mehrheit.