Die Rechnung 2013 ist nicht schlecht, doch einiges lief nicht ganz nach Wunsch des Gemeinderats. Das Sorgenkind ist die gesetzliche Sozialhilfe. Die Abrechnung ist um einiges höher ausgefallen als vom Kanton vorgegeben: Der Voranschlag betrug 378 200 Franken, der Aufwand hingegen rund 592 248 Franken.

Auch die Steuerabschreibungen wünscht man sich tiefer. Der Aufwand: 90 686 Franken anstatt, wie budgetiert 10 000 Franken. Dazu kommt, dass die Einnahmen bei den Gemeindesteuern der juristischen Personen tiefer ausgefallen sind als im Jahr 2012. Gemeindepräsident Stefan Berger sieht vor allem Handlungsbedarf darin, den Aufwand für die gesetzliche Sozialhilfe wieder ins Lot zu bekommen: «Ein paar Mal können wir das verkraften», erklärte er an der Gemeindeversammlung.

«Wenn dieser Aufwand aber über die Jahre so bleibt, dann haben wir ein Problem. Es gilt nun, weiter mit Solothurn zu korrespondieren und dass jemand vom Amt vorbeikommt, um die Gemeinde zu beraten.» Doch es gibt auch Grund zur Zufriedenheit. Berger: «Wir haben sehr gute Kennzahlen.» Der Nachtragskredit zur Rechnungsablage 2013 betreffend Steuerabschreibungen des Vorjahres wurde von den Stimmberechtigten einstimmig genehmigt.

Der Gemeinderat informierte weiter über das Bauvorhaben der Swisscom. «Das Unternehmen nutzt die Baustellen in Aeschi, um achtzehn Schächte für Glasfasernetze einzubauen. Sie übernehmen die Finanzierung», so Berger, der aggressive Werbung vonseiten der Swisscom befürchte. Er legte den Bewohnern Aeschis nahe, die Gemeinschaftsantenne Quickline weiter zu verwenden, da dies der Gemeinde zugute käme.

Darauf setzte er die Anwesenden über das Neuste zu den Vandalenakten vom 9. Mai in Kenntnis. 30 000 Franken betrage der Sachschaden. Vier Jugendliche, die nicht aus Aeschi stammen, seien daran beteiligt gewesen, drei von ihnen volljährig. Der Gemeinderat hat inzwischen eine Strafanzeige erstattet.

Aeschi bekommt eine Kita

Während der Gemeindeversammlung stellte sich Christian Wyss aus Olten vor. Seit März ist er der Schulleiter der «regionalen Schule äusseres Wasseramt» (rsaw).
Laut Gemeinderat seien Kitas in der unmittelbaren Umgebung Aeschis selten.

Deshalb wird im Dorf am 4. August an der Sonnhalde eine Kindertagesstätte eröffnet. Dies von einer Privatinstitution. Das Gründungsteam besteht aus drei Frauen, geleitet wird es von Christine Furrer. Es werden zwölf Plätze angeboten. Ein Flyer liegt seit gestern Mittwoch in der Schule und in der Gemeinde auf.