Langendorf

Der Delta-Bau wird abgerissen

Zuerst wird der Gebäudeteil im Vordergrund abgebrochen. Später weichen auch die restlichen Bauten auf dem Delta-Areal.

Zuerst wird der Gebäudeteil im Vordergrund abgebrochen. Später weichen auch die restlichen Bauten auf dem Delta-Areal.

Die Tage des Delta-Areals gehen zu Ende. Ein erster Teil des Industriezeugen wird nächstes Jahr abgebrochen. Stattdessen sollen Wohnungen gebaut werden.

«Sobald wir die Baubewilligung haben, wird zurückgebaut.» Das sagt Walter Müller von der Velia Immobilien AG in Schlieren. Müller bewirtschaftet das Areal für die Zuriba AG, der das Delta-Areal gehört. Bereits nächstes Jahr wird gemäss dem Langendorfer Bauverwalter Urs Zaugg in einem ersten Schritt der Westbau des lang gezogenen Industriebaus abgebrochen. Ein Blick zum Fenster hinein zeigt: Die grossflächigen Industriehallen auf drei Stöcken stehen leer. Niemand hat gegen die Baupublikation Einsprache gemacht.

Blockiert für den Abriss ist derzeit der Westteil des Gebäudes. Dort laufen längerfristige Mietverträge. Eingemietet sind aktuell das Vianor Pneuhaus Ruch und die Listro AG, die im Formenbau tätig ist. «Wir konnten eine Mieterstreckung bis September 2017 erwirken», heisst es bei der Vianor. Danach soll aber auch dort die Abrissbirne auffahren und eine neue Überbauung erstellt werden. Ein Blick auf die Internetseite Immoscout zeigt zudem, dass die Velia im dortigen «Business- und Gewerbecenter» noch immer Büroräume zur Vermietung ausschreibt.

Und wie sieht es mit den restlichen Bauten auf dem Delta-Areal aus? Etwas ratlos ist Gregor Eckert von der NS Autoersatzteile AG, die im Nordwestteil des Areals eingemietet ist. Bis 2018 sollte man bleiben können. «Wie es danach weitergeht, weiss ich nicht.» Daneben sind weitere Produktions- und Dienstleistungsfirmen eingemietet.

Wohnungen statt Industrie

Gemäss Bauverwalter Zaugg könnte es im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision eine Umnutzung des Geländes geben. Das räumliche Leitbild habe man bereits erstellt. Dort ist die Rede von einer «massvollen Verdichtung», mit der die Siedlung verstärkt nach innen entwickelt werden könnte. Laut mehreren Quellen soll auf dem Delta-Areal eine Wohnüberbauung entstehen. Gemeindepräsident Hans-Peter Berger bestätigt, dass eine «Testplanung in diese Richtung geht». Es wäre ein grosser Wurf: Das Gelände ist 25 000 Quadratmeter gross – mehr als drei Fussballfelder zusammen. Ob aus der Industriezone tatsächlich eine Wohnzone wird, ist indes noch nicht sicher. «Von einer konkreten Planung sind wir noch weit entfernt», sagt Walter Müller. Zuerst brauche es eine Machbarkeitsstudie. Mit der Gemeinde und der Kantonsverwaltung sei man im Gespräch. Klar ist: Die Velia will das gesamte Areal in die Planung einbeziehen.

Gemäss Müller gehört das Delta-Areal der Zuriba AG seit 1988. Nach dem Ende der Delta Maschinenfabrik Mitte der 1970er-Jahre infolge Schliessung der Lanco wurden die Hallen als Gewerberäume genutzt. Die letzten Mieter seien kürzlich im Hinblick auf den bevorstehenden Abriss ausgezogen. Die Delta Maschinenfabrik war 1913 gegründet worden und belieferte die Uhrenindustrie, Apparate- und Maschinenbauer mit Präzisionsdrehteilen.

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