Es ist ein verschworenes Team, das Fasnachtskomitee Breitenbach, das 2008 nach dem Abtauchen des alten Komitees die Breitenbacher Fasnacht mit viel Aufwand und Herzblut wiederbelebt hat. Der Erfolg gibt Berno Haberthür, Dominik Jeker, Silvio Kohler und Präsident Claudio Spaar recht. «2014 zählten wir am Umzug 44 Einheiten mit 800 aktiven Fasnächtlern, die zweimal vor mehr als 6000 bis 7000 Zuschauern vorbei paradierten», weisen die vier Hüter und Promotoren der Hirzebacher Fasnacht auf die mit Abstand «grösste Veranstaltung im Ort» hin.

Drei Spielorte nach dem Umzug

Gemessen an den Einheiten ist der Umzug grösser als jener in Olten oder Solothurn. Der Umzug könnte allerdings noch viel grösser sein, denn immer mehr Guggenmusiken wollen hier auftreten. «Wir haben zunehmend Anfragen aus der Agglomeration Basel oder aus Gebieten jenseits des Passwangs», hält Präsident Spaar fest. Es sei schon erstaunlich, dass sich bereits mitten im Hochsommer Guggen gemeldet hätten, wohl nicht zuletzt der Mundpropaganda wegen.

Breitenbach sei offensichtlich wegen der vielen Zuschauer und der drei Spielorte nach dem Umzug ein Geheimtipp. «Doch jetzt ist der Umzug in Sachen Guggen ausgebucht, mehr als 18 Guggenmusiken verträgt er mit Rücksicht auf die bis jetzt 21 Wagen- und Fussgängercliquen, die Umzugslänge und die Dauer des zweimaligen Vorbeimarschs nicht», blockt das Komitee ab.

Die besten Sujets werden belohnt

Auf die maximal möglichen 45 Einheiten wartet an der kommenden Fasnacht 2015 als Neuheit eine Fachjury, welche im Sinne einer Qualitätssteigerung die drei Einheiten mit der einfallsreichsten Umsetzung ihres Sujets prämiert. Mit einem Preis in barem Geld notabene. «Die Preise verleihen wir anlässlich des Fasnachtsfeuers vom 22. Februar», hofft Silvio Kohler, zuständig für die Erhaltung dieses traditionellen Brauchs, auf einen grossen Aufmarsch. Immerhin ist es dem Komitee nach langem Unterbruch gelungen, in den beiden vergangenen Jahren wieder ein richtig schönes Feuer zum Himmel lodern zu lassen.

Auch über die Chesslete lässt sich aus Sicht des Breitenbacher Fasnachtskomitees nur Gutes berichten. «Die dieses Jahr servierten 250 Mehlsuppen heben sich deutlich von den früher genossenen 150 bis 180 Suppen ab», freut sich Aktuar Berno Haberthür über die wieder wachsende Begeisterung für diesen typischen Solothurner Brauch. Und schliesslich ist auch Kassier Dominik Jeker die Freude über die nicht erhöhten Plakettenpreise, 7 Franken für Bronze und 25 Franken für Gold, anzusehen. «Ein kleiner Eintrittspreis für einen grossen Umzug», betont er und hofft, dass an den beiden Samstagen vor dem Schmutzigen Donnerstag die Breitenbacher im Einkaufszentrum Wydehof beim Verkauf der Plaketten Schlange stehen werden.