Egerkingen
Der 85 Meter hohe Hotelturm bleibt eine Vision

Unternehmer Georg Hein hat die Planung für ein Hotelprojekt in Egerkingen eingestellt. Anstelle des Hotelturms soll nun ein Gewerbepark entstehen. Die Gemeinde ist interessiert und hat Unterstützung signalisiert.

Erwin von Arb
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Auf diesem Gelände sollte der 85 Meter hohe Hotelturm realisiert werden

Auf diesem Gelände sollte der 85 Meter hohe Hotelturm realisiert werden

HR Aeschbacher

Mitte Oktober des letzten Jahres wurde bekannt, dass der Hägendörfer Unternehmer Georg Hein am Knoten Expressstrasse-Gäustrasse-Härkingerstrasse ein ungewöhnliches Hotelprojekt plant. Von einem 85 Meter hohen Turm war die Rede, der auf dem 390 Aren grossen Areal nahe der Härkinger Industrie Pfannstiel in den Himmel wachsen sollte. Auch der Kanton konnte sich ein solches «Leuchtturmprojekt» im Gäu vorstellen, wie Recherchen dieser Zeitung ergaben. Allerdings sprach Hein schon damals von einem Vorprojekt, dessen Machbarkeit erst noch geprüft werden müsse.

Verhalten positiv reagierte letztes Jahr der Egerkinger Gemeinderat auf das Grossprojekt. Eine Mitwirkung der Bevölkerung bei der Planung sei erwünscht, liess Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi damals dazu verlauten.

Umzonung wird zum Knackpunkt

Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Unternehmer Georg Hein hat die Planung für das Projekt eingestellt, wie er dem Kanton schriftlich mitteilte. Die Gründe für die Aufgabe des Projekts seien ihm nicht bekannt, erklärt Bernhard Staub, Chef des kantonalen Amts für Raumplanung, der auf Anfrage auch den Eingang des Schreibens bestätigt.

Vom neuen Projekt, bei dem es dem Vernehmen nach um den Bau eines Gewerbeparks auf demselben Areal gehen soll, wusste Staub indessen nichts, wie er versicherte.

Mit der Lancierung eines neuen Projekts stehe auch die Umzonung des in der Reservezone liegenden Landes wieder zur Diskussion, gab Staub zu bedenken. «Der Hotelturm war aus unserer Sicht ein Projekt von kantonaler Bedeutung. Deshalb hätten wir einer Umzonung auch zugestimmt.» Ob der angeblich geplante Gewerbepark diese Voraussetzungen auch erfüllen wird, müsse sich zuerst noch zeigen.

«Ein interessantes Projekt»

Seine Beweggründe für den Rückzug des Projekts nach drei Jahren intensiver Planung nicht näher erläutern wollte Investor Georg Hein. Diese wolle er zuerst dem Kanton darlegen. Auch zum auf demselben Areal geplanten Gewerbepark wollte Hein nichts sagen. Sehr interessant findet Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi die Idee eines Gewerbeparks, wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung erwähnt. «Ein solches Projekt würde der Egerkinger Gemeinderat sicher unterstützen», ist sich Bartholdi sicher.