Sanierung
Deponie Rothacker soll 2013 saniert werden

Für den Solothurner Regierungsrat ist weitgehend klar, wie die Deponie Rothacker in Walterswil zu sanieren ist. Er verlangt nun von der Deponiebetreiberin bis Ende Jahr ein Sanierungsprojekt. 2013 sollen die Sanierungsarbeiten starten

Christian von Arx
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Deponie Rothacker: Die Belastung von Grundwasser und Schöpflerbach soll gestoppt werden. bko

Deponie Rothacker: Die Belastung von Grundwasser und Schöpflerbach soll gestoppt werden. bko

Der Regierungsrat verlangt, dass das Sanierungsprojekt die verlangten Massnahmen umsetzen soll. Ausserdem muss ein Konzept für die weitere Überwachung vorgelegt werden.

Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme der Regierung zu einem Auftrag von Kantonsrat Felix Wettstein (Grüne, Olten) hervor. Wettstein hatte ein Konzept verlangt, das aufzeigen sollte, ob die Deponie Rothacker zur Vermeidung von Umweltschäden ganz geschlossen oder ob der Untergrund abgedichtet werden sollte. Beides ist aus Sicht der Regierung unnötig. Stattdessen hat sich der Regierungsrat für folgende Massnahmen entschieden:

Am Fuss der Deponie sei eine neue Sickerleitung zu bauen, die das bisher durch Deponiesickerwasser kontaminierte Grundwasser fasst.

Das gefasste Grundwasser soll künftig in die Kanalisation geleitet werden statt wie heute in den Schöpflerbach.

Der Einfluss der Deponie auf die Umwelt sei langfristig in den bestehenden Messstellen zu überwachen.

Das Amt für Umwelt werde nun die Inhaberin der Deponie auffordern, ein Sanierungsprojekt in diesem Sinne auszuarbeiten. Dieses soll zusammen mit einem Überwachungskonzept bis Ende 2012 vorliegen, sodass die Sanierungsarbeiten 2013 angefangen werden könnten. Dem Kantonsrat beantragt der Regierungsrat, den Auftrag Wettstein mit einem in diesem Sinn geänderten Wortlaut erheblich zu erklären.

Grundwasser zu stark belastet

Der seit Ende April vorliegende Schlussbericht der vom Amt für Umwelt veranlassten technischen Untersuchung (wir berichteten) hatte ergeben, dass etwa 10 Prozent des Deponiesickerwassers ins Grundwasser und von dort in den Schöpflerbach gelangen. Im Grundwasser würden die zulässigen Werte für Ammonium und Nitrit regelmässig überschritten, was zu Schädigungen der Fauna führen könne. Im Schöpflerbach würden die zulässigen Ammonium-Konzentrationen vereinzelt überschritten. In diesen beiden Punkten bestehe bei der Deponie Rothacker ein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf.