Luterbach

Den Porträts wird der Marsch geblasen

Soll einen Bezug zu Luterbach gehabt haben: General Henri Guisan (1874–1960).

Soll einen Bezug zu Luterbach gehabt haben: General Henri Guisan (1874–1960).

General Henri Guisan soll ein Luterbacher gewesen sein? Diese Ankündigung machen zumindest die Autoren des Buches «Luterbacher Porträts».

Die «Luterbacher Porträts» werden am 2. Dezember an der Vernissage vorgestellt. Auf Nachfrage ist den Autoren noch nicht mehr zu entlocken, es wird auf die Nachlese im Buch verwiesen. Seit einigen Jahren ist der Verein Historisches Erbe Luterbach dabei, die Dorfgeschichte in einer Buchreihe aufzuarbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nachdem Bücher zur Schul- und Kirchengeschichte sowie ein Bildband veröffentlicht wurden, sind in diesem Jahr Porträts zu Luterbacher Persönlichkeiten dran. Der Stolz auf den eigenen Bundesrat Willi Ritschard ist dabei klar erkennbar. Auch Regierungs- und Nationalräte sind mit dabei. Zu General Guisan gibt man immerhin an, dass «der Begriff Luterbacher vielleicht etwas strapaziert wurde. Ein Luterbacher Bezug ist aber klar gegeben.»

Es werden auch nicht-menschliche Dinge porträtiert. Das «Strumpf»-Lied zum Beispiel mit der bekannten Liedzeile «Z Luterbach hani mi Strumpf verlore». Bis anhin war nicht geklärt, wie und woher das Lied kam. Immerhin gibt es unzählige Lauter-, Luter- und Lutterbachs im deutschsprachigen Raum, und alle reklamieren sie das Lied für sich. Die Luterbacher können aber nun auf eines mit Bestimmtheit stolz sein: Der Luterbacher Marsch wurde neu komponiert und wird vom ortsansässigen Musikverlag Frank der Dorfgemeinschaft gespendet. Nebst der Vernissage kommt es somit auch zu einer Uraufführung dieses Marschs.

Neue Luterbacher Nascherei

Und zu guter Letzt wird eine kulinarische Sensation angekündet: Das Luterbacherli, die Nascherei zwischen Biskuit und Schokolade, war nicht immer so, wie man sie heute kennt. Das Rezept wurde geändert. Die Autoren haben in detektivischer Arbeit dem Originalrezept nachgespürt, und – gemäss eigenen Angaben – dieses gefunden. So wird auch gleich zur Degustation eingeladen. Ob tatsächlich Luterbacher oder nicht: Darauf hätte sich General Henri Guisan wohl auch gefreut. (mgt)

Vernissage «Luterbacher Porträts» 2. Dezember, 20 Uhr, Pfarreiheim.

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