Katholischer Frauenbund
Deitinger Frauen knüpfen Banden und gewinnen Emilie-Award

Die Frauengemeinschaft Deitingen gewinnt den Emilie-Award vom Schweizerische Katholische Frauenbund.

Verena Müller-Soland*
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Helen Freier, Vereinspräsidentin Agatha Moser, Anita Bieri, Isabele Kofmel und Petra Ziegler (von rechts) freuen sich über die Ehrung.

Helen Freier, Vereinspräsidentin Agatha Moser, Anita Bieri, Isabele Kofmel und Petra Ziegler (von rechts) freuen sich über die Ehrung.

Zur Verfügung gestellt

Der Schweizerische Katholische Frauenbund und der Kantonalverband Kanton Graubünden luden zum FrauenBande-Tag nach Chur ein. Das Thema des Tages war: Glanzpunkte feiern und neue entdecken. Nebst verschiedenen Ateliers und einer Podiumsdiskussion war die Verleihung des zweiten Emilie-Awards ein Glanzpunkt. Die anwesenden Solothurner Kantonalvorstandsfrauen freuten sich riesig, dass ein Ortsverein aus ihrem Kanton ausgezeichnet wurde.

Warum steigt die Frauengemeinschaft Deitingen aufs SKF-FrauenBande-Podest? Mit dieser Frage eröffnete Carmen Frei ihre Laudatio. Dank einem erneuerten und innovativen Vorstand gelang es der Frauengemeinschaft Deitingen in den letzten vier Jahren 47 neue Mitglieder zu gewinnen. Um die neuen mit den bisherigen Mitgliedern bekannt zu machen, wurde just das SKF-Impulsmotto FrauenBande in die Tat umgesetzt. So wurden zum Beispiel alle Frauen mit der Einladung zur GV 2012 aufgefordert, ein farbiges Band mit an die GV zu bringen.

Diese Bänder wurden halbiert, der eine Teil kam in einen Korb, der andere Teil behielt die Frau bei sich. Die Vorstandsfrauen knüpften dann willkürlich fünf verschiedene Bänder zusammen, was insgesamt 13 Gruppen ergab. Die Frauen mussten anschliessend ihr eigenes Band wieder finden und so entstanden die ersten FrauenBanden.

Diese nach Alter und Interessen durchmischten Fünfergruppen waren dann aufgefordert, selber und nach ihrem Gusto Begegnungen, Ausflüge und Aktivitäten zu organisieren und zu dokumentieren. Solcherlei «Action» gab in Deitingen natürlich zu reden. Mittlerweile ist der Ausdruck FrauenBande im Dorf ein Begriff.

Vereinsintern hat die Umsetzung des SKF-Impulsmottos FrauenBande bewirkt, dass über Generationen hinweg neue Kontakte entstanden sind, Kreativität und die Motivation zum Mitmachen gefördert wurden. Obwohl so fleissig am Vereinsnetz geknüpft wurde, war der Aufwand für den Vorstand überschaubar. Nächsten Sommer will die Frauengemeinschaft Deitingen mit einem Fest alle diese Aktionen abrunden.

Für die SKF-Award-Jury ist die Frauengemeinschaft Deitingen ein Paradebeispiel für Pionierleistungen. Sie ist der Meinung, dass die Auszeichnung noch viel Glanzvolles bewirken wird.
Für die Gewinnerinnen ist der Preis eine riesengrosse Wertschätzung für ihre Arbeit und für die Vereinsfrauen eine wunderschöne Belohnung für ihr aktives Mitmachen beim Projekt.

Verena Müller-Soland ist Präsidentin des Katholischen Frauenbundes Kanton Solothurn