Als eines der ersten Traktanden stand im Deitinger Gemeinderat die Wahl des neuen Bauverwalters an. Nach einer zweiten Ausschreibung des Inserats hatten sich insgesamt vier Bewerber auf die neu geschaffene Stelle gemeldet, von denen sich Markus Schwarzenbach als Favorit herauskristallisierte.

Der 40-jährige Biberister Vater verfügt über eine grosse Fachkompetenz: Nach seiner Lehre als Hochbauzeichner und Maurer war er Vorarbeiter, Baupolier und Bauleiter. «Letztlich wechselte ich vom Bau ins Büro», sagte der in der Sitzung anwesende Bewerber, «ich übernahm die Geschäftsleitung der Fanwa Bau AG in Subingen.»

Weshalb er denn nun plötzlich aus der Privatwirtschaft in die Verwaltung wechseln wolle, wurde Schwarzenbach gefragt. «Diese Stelle knüpft an meine Erfahrungen in der Baubranche an.

Ausserdem kann ich auf diese Weise meinen Wissensdurst stillen.» Er wolle nämlich berufsbegleitend die Bauverwalterschule besuchen – eine Bedingung des Wahlausschusses. Als der Bewerber den Raum für die Wahl des Gemeinderats verliess, war man sich einig: Dieser Mann kommt vom Fach. Das Abstimmungsresultat fiel klar aus: Der Gemeinderat wählte den neuen Bauverwalter einstimmig. Markus Schwarzenbach wird seine neue Stelle als Bauverwalter der Gemeinde Deitingen am 1. November antreten.

«Arbeitsfreudige Einstellung»

Als Nächstes stimmte der Rat einem dreimonatigen Praktikum für den Asylbewerber Girum Ketsela zu. Der gebürtige Äthiopier wolle sich im Dorf nützlich machen und bat um ein «Jöbli», so Gemeindepräsident Bruno Eberhard.

«Einer solch arbeitsfreudigen Einstellung sollte man nicht im Weg stehen.» Er wird dem Werkhofleiter Peter Schreier und dem Technischen Hauswart Zweien, Sascha Stebler, bei ihren Tätigkeiten unter die Arme greifen. Die Einwohnergemeinde Deitingen genehmigte dafür einen Nachtragskredit von 3000 Franken.

Anschliessend stellte Ressortleiter Bildung, Toni Ziegler, seinen Antrag für eine ICT-Netzwerkerweiterung im Schulhaus Zweien vor. Im Moment bestünden verschiedene Baustellen, so Ziegler.

Unter anderem gebe es nur einen sehr beschränkten Zugang zum Internet. Mit dem beantragten dezentralen Netz werde die Versorgung gesichert; ausserdem sei auf diese Weise auch die Strahlenbelastung vergleichsweise niedrig. Nach einigen Diskussionen konnte sich der Rat auf einen Nachtragskredit in der Höhe von 50 000 Franken einigen, um einen moderaten Ausbau des bestehenden Netzwerks zu ermöglichen.