Feldbrunnen-St. Niklaus
Definitiv keine Sperrung der Riedholzstrasse mehr vorgesehen

Fast einstimmig genehmigte die Gemeindeversammlung einen Bruttokredit von 60 000 Franken, welcher für Verkehrsmassnahmen auf der Riedholzstrasse eingesetzt werden soll.

Lea Reimann
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Die Riedholzstrasse wird definitiv nicht gesperrt. (Archiv)

Die Riedholzstrasse wird definitiv nicht gesperrt. (Archiv)

Rahel Meier

Nachdem der Gemeinderat im Sommer die vollständige Sperrung der Riedholzstrasse für den Autoverkehr beschlossen hatte, hagelte es Briefe und E-Mails an die Gemeindepräsidenten von Feldbrunnen-St. Niklaus und Riedholz. Ein Ausschuss von Ratsmitgliedern beider Gemeinderäte hat deshalb nach Kompromissen gesucht und eine Lösung gefunden.

Sie besteht in einer zweijährigen Versuchsphase. Nun sollen lokale Verengungen und minimale Sanierungsarbeiten vorgenommen werden, damit die Riedholzstrasse noch zwei Jahre lang offen bleiben kann. Riedholz hat sich bereit erklärt, die Hälfte der Kosten zu bezahlen. Gemeindepräsident Rolf Studer betonte: «Der Gemeinderatsbeschluss zur Schliessung der Riedholzstrasse bleibt rechtskräftig, wird aber im Moment sistiert.» Die Schliessung sei damit also nur verschoben.

Genehmigt wurde auch ein Bruttokredit von 126'000 Franken. Auf drei Jahre verteilt soll damit die Strassenbeleuchtung auf LED-Lampen umgestellt werden. Momentan sind viele Leuchten veraltet und müssen immer wieder ersetzt werden. Deshalb will man die Umstellung nun angehen. Mittel- bis langfristig können dadurch wesentliche Energiekosten gespart werden.

Wolken am Finanzhimmel

Der von 43 der 44 anwesenden Stimmberechtigten genehmigte Voranschlag verzeichnet in der Laufenden Rechnung einen Aufwandüberschuss von rund 594 287 Franken. Gewichtige Einflüsse auf dieses Resultat haben der höhere Beitrag an den Finanzausgleich, sowie Minderertrag bei den Steuern.

Nach einer grossen Sparübung vertrat der Gemeinderat einstimmig die Meinung, den Aufwandüberschuss vorübergehend verantworten zu können, ohne dass der Steuerfuss erhöht werden muss. Dies betonte auch Finanzverwalterin Isabella Howald: Der Aufwandüberschuss könne - wenn er tatsächlich eintrete - durch das hohe Eigenkapital gedeckt werden.

Durch einen Glücksfall treffe der für 2012 budgetierte Aufwandüberschuss mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht ein, da er durch einen hohen ausserordentlichen Steuereingang aufgefangen werden könne. Per Ende Jahr betrage das Eigenkapital voraussichtlich rund 2,5 Millionen Franken und könne zur Deckung des Aufwandüberschusses 2013 verwendet werden.

Finanziell gehe es der Gemeinde gut, das Vermögen pro Kopf sei mit rund 1000 Franken sehr hoch. Der Steuerfuss bleibt deshalb bei 60 Prozent für natürliche und 50 Prozent für juristische Personen. Eine Steuererhöhung für das Jahr 2014 sei allerdings in Diskussion, so Rolf Studer. «Es zeigen sich Gewitterwolken am Finanzhimmel von Feldbrunnen-St. Niklaus.»

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