Oensingen
Das wird ein tränenreicher Weltrekordversuch

Wer verspeist am schnellsten eine 210 Gramm schwere Zwiebel? Dieser Frage wird am Oensinger Zibelimäret nachgegangen. Dann findet nämlich ein Weltrekordversuch statt.

Silvana Grellmann
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Biss in eine Zwiebel - ujnd das im Weltrekordversuchtempo.

Biss in eine Zwiebel - ujnd das im Weltrekordversuchtempo.

Hanspeter Bärtschi

Möglichst viele rohe Zwiebeln im Wurstsalat oder im Kebab – das kann man sich noch vorstellen. Aber können sie sich auch vorstellen, eine ganze, rohe, 210 Gramm schwere Zwiebel auf einmal zu essen? Wenn ja, bietet der alljährlich in Oensingen stattfindende Zibelimäret eine Gelegenheit dazu. In diesem Jahr will der Märet seine Besucher nämlich mit einem besonderen Anlass anlocken: ein Weltrekordversuch. Im Zelt des STV Oensingen soll am Samstag, 27.Oktober, eine rohe Zwiebel so schnell wie möglich gegessen werden. 45,52 Sekunden, so lautet die aktuelle Rekordzeit, welche vom Kanadier Peter Czerwinsky aufgestellt worden ist und die es nun zu schlagen gilt.

Es war Peter Boss, Mitglied des OK-Zibelimäret, der die Idee vom Weltrekordversuch in Oensingen eingebracht hatte. Und zu diesem Zeitpunkt rechnete man noch mit besseren Chancen als im Moment, wie Madeleine Gabi, ebenfalls Mitglied des OK-Teams erklärt: «Damals lag der Weltrekord bei über einer Minute, und so glaubten wir, es sei ein leichtes Spiel, diesen zu knacken. Mit der aktuellen Rekordzeit sind wir uns aber nicht mehr ganz so sicher.»

Ein Biss nach dem andern

Klar sind aber bereits die Regeln, welche streng eingehalten werden müssen. So darf die Zwiebel nach dem Schälen nicht weniger als 210 Gramm schwer sein. Man nimmt einen Bissen, zerkaut, schluckt ihn runter und erst dann, wenn der Mund völlig leer ist, kann erneut von der Zwiebel abgebissen werden. Ausserdem müssen Standardzwiebeln verwendet werden, da rote oder Salatzwiebeln nicht erlaubt sind. Erlaubt ist, während des Essens Wasser zu trinken.

Die Art der Zeitmessung ist vorgegeben. Sobald sich die Zwiebel nämlich in der Hand der wagemutigen Person befindet, wird die Messung gestartet und erst, wenn der allfällig letzte Schluck Wasser geschluckt ist und der leere Mund gezeigt wird, wird die Zeit gestoppt. Wer sich nun gewappnet fühlt, den bestimmt tränenreichen Versuch zu wagen, kann sich auf der Internetseite www.oensingen.ch das Anmeldeformular herunterladen, denn nicht nur ein möglicher Eintrag ins Guinnessbuch winkt den Teilnehmern, sondern auch andere Gewinne.

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