Riverside Business Park
Das Sulzer-Areal in Zuchwil soll verkauft werden

Der Riverside Business Park in Zuchwil wird wohl bald den Besitzer wechseln. Die britische Investorengruppe schaut sich nach einem neuen Besitzer um. Es sei finanziell die beste Strategie, heisst es.

Christof Ramser
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Das Industrieareal dominiert die Zuchwiler Gemeinde nach wie vor
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Sulzer-Areal in Zuchwil
Aus der Luft sind die riesigen Dimensionen des Geländes erkennbar
Früher wurden Webmaschinen produziert
Die Firma Schärer produziert auf dem Areal Kaffeemaschinen
In der ehemaligen Kantine ist heute das Theater Mausefalle

Das Industrieareal dominiert die Zuchwiler Gemeinde nach wie vor

Christof Ramser

Die Geschichte des ehemaligen Sulzer-Areals scheint von Erfolg gekrönt: Seit die britische Investorengruppe Nirvana International Ltd im Mai 2007 das gesamte Areal gekauft hatte, konnten die leer stehenden Gebäude sukzessive mit Firmen aufgefüllt werden. Grösste Ansiedlung ist der Kaffeemaschinenhersteller Schaerer im Sultex-Hochhaus mit 200 Mitarbeitern. Nun scheint sich die Besitzergruppe mit Sitz auf den britischen Jungferninseln vom Objekt trennen zu wollen.

Das bestätigt der Zürcher Anwalt Bernhard Korolnik, der die Firma vertritt. «Die Gruppe muss das Areal nicht verkaufen, findet aber, dass es finanziell die beste Strategie sei». Noch sei kein Käufer gefunden, das Geschäft hänge vom Preis ab.

Laut Mosi Rhein von der Zürcher Euro Estates GmbH, die das Gelände vermarktet, seien «alle Optionen offen». Korolnik weist auf die «erfolgreichen Anstrengungen» hin, die in den letzten Jahren punkto Ansiedlung gemacht wurden. So sei ein zweistelliger Millionenbetrag in Ausbau, Infrastruktur und Sicherheitsmassnahmen wie etwa Sprinkleranlagen investiert worden. Rund 80 Prozent der Fläche seien ausgelastet.

Kaffeemaschinen, Physiotherapie, Theater

Karl Brander von der kantonalen Wirtschaftsförderung, der die Industriebrache damals aktiv vermittelt hat, zeigt sich ebenfalls zufrieden: «Die Firmen auf dem Gelände bringen eine Wertschöpfung und sind diversifiziert. Lokal gesehen ist das positiv, weil kein Klumpenrisiko besteht». Ein Blick auf die Stele bei der Eingangspforte zeigt die Vielfalt der eingemieteten Betriebe: Zu nennen sind neben Schaerer als Grosskonzerne unter anderem der Textilmaschinenkonzern Itema (ehemals Sulzer), Alpiq oder die Swisscom Immobilien AG.

Aber auch kleine und mittlere Unternehmen wie die Depping AG (Lüftungs- und Klimatechnik, 11 Mitarbeiter), Swissqual (Hard- und Softwareentwicklung, 60 Mitarbeiter oder Atalys (Elektrotechnik) sowie eine Physiotherapie-Praxis, ein Sportartikel-Outlet-Laden oder das Theater Mausefalle beleben heute das Areal.