Nach einigen Turbulenzen im letzten Jahr ist die Repla (Regionalplanungsgruppe) Espace Solothurn wieder auf Kurs. «Du hattest einen schwierigen Start», spielte Marianne Meister (Messen, Mitglied geschäftsleitender Ausschuss) am Montagabend auf die knappe Wahl von Repla-Präsident Roger Siegenthaler vor einem Jahr an. «Aber jetzt bist du angekommen.» Roger Siegenthaler (Lüterkofen-Ichertswil) habe sein Versprechen, allen zuzuhören, eingelöst und sich Respekt verschafft. «Du machst einen guten Job, der Vorstand steht hinter dir», sagte Marianne Meister darum an der Delegiertenversammlung. «Würdest du heute nochmals gewählt, würde das Resultat wohl deutlicher ausfallen.»

Im letzten Jahr wurde auch die Geschäftsleitung neu geregelt. Sie wird heute von Reto Vescovi und Matthias Reitze (Kontextplan, Solothurn) wahrgenommen. Die beiden waren provisorisch bis Ende 2012 gewählt und nun wurde ihr Mandat verlängert. Die Zweierbesetzung habe den Vorteil, dass sicher immer einer der beiden an einer Sitzung teilnehmen könne, so Siegenthaler. Die neue Geschäftsleitung hat auch die Protokolle der beiden Delegiertenversammlungen vom letzten Jahr erstellt. «Wir mussten dies im Nachhinein machen. Die Informationen zusammentragen, nachfragen», so Roger Siegenthaler. Der Vorstand sei der Meinung, dass die Protokolle inhaltlich stimmen würden. Dieser Meinung waren auch die Delegierten und sie stimmten den beiden Protokollen einstimmig zu.

Raumplanung bleibt wichtig

Nach seiner Wahl zum Präsidenten hat Roger Siegenthaler als Erstes Fragebogen an alle Repla-Gemeinden verschickt. Damit sollte geklärt werden, welche strategische Ausrichtung die Repla künftig einnehmen soll.

37 von 52 Fragebogen (71 Prozent) kamen zurück. Es zeigte sich ganz klar, dass das Themengebiet Raum- und Siedlungspolitik und die Verkehrsplanung als sehr wichtig angesehen werden. Wichtige Themen für die Repla sollen auch die Förderung des Langsamverkehrs und die Vernetzungsprojekte bleiben. Neu aufgenommen in den Themenkatalog werden die «Förderung des ländlichen Raums» und die Themen «Energieplanung, Energierichtplanung». Als eher weniger wichtig wird hingegen die Förderung regionaler Kulturangebote angesehen.

«Dies ist eine erste Grobanalyse», so Matthias Reitze. Der Vorstand werde sich noch vertieft mit den Fragebogen auseinandersetzen, ergänzte Roger Siegenthaler die Auswertung.