Schlussbilanz
Das OK des Turnfests hatte immer alles im Griff

Überwältigt blickt der OK-Präsident des Kantonaen Turnfests 2012 auf den Grossanlass zurück. Die Feedbacks seien vorwiegend positiv ausgefallen. Auch sei die Begeisterung im Thal riesig gewesen.

Raphael Wermelinger
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Hebt den Hut ob des «phänomenalen» Turnfests: OK-Präsident Enzo Cessotto.

Hebt den Hut ob des «phänomenalen» Turnfests: OK-Präsident Enzo Cessotto.

Hansruedi Aeschbacher

Mit einer perfekt organisierten und äusserst abwechslungsreichen Schlussvorführung ging am Sonntag das Solothurner Kantonalturnfest zu Ende. Die Show, welche auch die Siegerehrungen, Reden und den abschliessenden Fahnenlauf beinhaltete, war der gebührende Abschluss eines durchwegs gelungenen Events.

«Das waren am Sonntag noch einmal faszinierend schöne Momente», schwärmt denn auch OK-Präsident Enzo Cessotto. Aber auch das erste Wochenende stand seiner Meinung dem folgenden in nichts nach: «Das war einmalig, wie die jungen Mädchen und Knaben nach den Wettkämpfen gemeinsam sangen und feierten.» In Sachen Organisation habe das erste Wochenende gewissermassen als Probelauf hergehalten.

Jedoch mussten lediglich Kleinigkeiten korrigiert werden. «Es haben sich am ersten Wochenende teilweise Schlangen bei den Verpflegungsständen gebildet, weil die Leute nicht gesehen haben, dass nicht nur einer offen war», nennt Cessotto ein Beispiel. Um dies auszubessern, wurden am zweiten Wochenende Megafone eingesetzt, um die Leute zu instruieren und informieren.

Für Nachschub gesorgt

Die Feedbacks von Turnern und Zuschauern sind laut Cessotto grösstenteils positiv ausgefallen. Es habe kaum Beanstandungen gegeben. Einzig der Fünfliber, den die Organisatoren für das Benutzen der Parkplätze einzogen, habe während der ersten Tage zu reden gegeben. «Auch das war aber nur eine kleine Sache», relativiert Cessotto, «die Besucher wussten halt zuerst nicht wofür. Das Geld wurde für die Umstände der Bauern verwendet, denen die Felder gehören.» Es sei halt nicht immer alles gratis. Zudem hatten die Veranstalter schon im Vorfeld empfohlen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Auch sicherheitstechnisch habe man stets alles im Griff gehabt. Und obwohl mehr konsumiert wurde als vorausgeahnt, gab es in Sachen Verpflegung nie Engpässe. «Wir waren überrascht von der Menge, die konsumiert wurde», gibt Cessotto zu. Aber auch darauf sei man vorbereitet gewesen: «Am Sonntag mussten wir für Nachschub sorgen, aber wir hatten für solche Fälle vorausgeplant.» Auch wenn er noch keine Bilanz in finanzieller Hinsicht machen konnte, zeigt sich Cessotto zuversichtlich: «Der Festbetrieb ist sehr gut gelaufen. Man hat gemerkt, dass die Turner nach dem grossen Kampf loslassen wollten.»

Was Cessotto besonders in Erinnerung bleibt, ist die Begeisterung im Thal für das Kantonalturnfest: «Diese Freude hat sich während der dreijährigen Vorbereitung und an den Wettkampftagen wie ein roter Faden durchgezogen.» Nie habe jemand Nein gesagt, wenn man mit Anliegen auf die Leute zugegangen sei. «Die Unterstützung war fantastisch», windet Cessotto der ganzen Region und allen Beteiligten ein Kränzchen, «das Resultat war als logische Folge wunderschön.» Auch die Infrastruktur in Balsthal bezeichnet Cessotto als phänomenal: Ein Fussballplatz, eine Tennis- und eine Reithalle sowie die Badeanstalt gleich nebenan. «Dabei waren wir wieder auf die Hilfe der Vereine und Eigentümer angewiesen, die uns die Anlagen überliessen», hebt Cessotto noch einmal die allseitige Unterstützung hervor.

Schnelles Ende

Die Frage, ob er nun erleichtert sei, dass der Grossanlass ein Ende gefunden hat, verneint er: «Nach der Schlussvorführung war ich sogar etwas wehmütig – und ich war sicherlich nicht der Einzige.» Nach der Dankesrede und dem anschliessenden Bier sei plötzlich alles sehr schnell zu Ende gewesen. Enzo Cessotto ist aber auch froh, dass er sich nun wieder ganz seinem Architekturbüro widmen kann, wo doch einiges liegen geblieben sei in letzter Zeit.