Es ist inzwischen zu einer schönen Regelmässigkeit geworden. Ende Juli werden über 650 Jungschärler, 500 Leiter und 300 Helfer die Felder im Langimoos auf den hügeligen Ausläufern von Walliswil bei Wangen bevölkern. Nach 2005 und 2011 hat sich die Lagerleitung erneut dafür entschieden, das Schweizertreffen der Jungschar EMK (Evangelisch-methodistische Kirche) im Oberaargau durchzuführen. «Die Lage mit dem nahen Wald überzeugt uns nach wie vor – auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde», sagt OK-Präsident Stefan Gurtner. Ein alternativer Standort sei zwar geprüft, aber wegen diverser Mängel rasch verworfen worden.

Noch stehen einige Wochen intensiven Planens bevor. Seit kurzem existiert im Kanton Bern eine Checkliste für die Bewilligung von Grossanlässen; damit ist nun auch der administrative Aufwand gewachsen. Am 20. Juli findet die offizielle Landübergabe statt, dann folgen die einwöchigen Aufbauarbeiten. Diese werden intensiv sein. Gurtner hofft deshalb auf gute Bedingungen. «Das Wetter ist eine Herausforderung für uns.» Zwar wird das Lager auch bei Regen stattfinden, allerdings müsste das OK die Lage bei Sturm neu evaluieren.

Gemeinde bestens vertraut

Bereits am vergangenen Wochenende hatte sich das zehnköpfige OK mit den Ressortleitern in Walliswil getroffen, letzte Fragen geklärt und den Platz besichtigt. «Alle versprühten Vorfreude», sagt die sichtlich zufriedene Medienverantwortliche Stefanie Staub. Zwar seien noch nicht alle Matten gemäht. «Aber wir konnten bereits sehen, wie das Lager hier entstehen wird.» Das OK des STR 16 – wie das Schweizertreffen der Jungscharen kurz heisst – ist komplett neu zusammengestellt. Im engsten Kreis sind nun Leute, die bereits an vergangenen Lagern in anderen Funktionen teilgenommen haben. OK-Präsident Gurtner etwa war 2005 als Ressortleiter in Walliswil mit dabei. Die Gemeinde ist ihm deshalb vertraut.

Ein wichtiger Aspekt eines solch grossen Lagers ist die Abfallentsorgung, wobei die Organisatoren Wert auf korrekte Trennung legen. Getrennter Müll wird zur Walliswiler Entsorgungsstelle gebracht für den Weitertransport. Das STR 16 hat dafür ein eigenes Ressort Umweltschutz ins Leben gerufen. Dieses stellt auch sicher, dass keine belastenden Substanzen in den Boden gelangen. So werden alle Lagerteilnehmenden beim Händewaschen nur 100-prozentig abbaubare Seife verwenden.

Eine rätselhafte Sanduhr

Die Zeltstadt im Langimoos wird die fünf Regionen Bern, Alpha, Ost, Aargau und Basel sowie das Quartier der Helfer und des OKs beherbergen. Neben den bekannten Sarasani-Zelten aus Militärblachen ist sogar ein Restaurant geplant, das täglich von 11 bis 23.30 Uhr auch externe Gäste verpflegt – ab 17 Uhr mit warmen Mahlzeiten. Daneben werden in einer Lounge alkoholfreie Getränke angeboten.

Und was wäre ein Schweizertreffen der Jungscharen ohne eine Rahmengeschichte? «Das Geheimnis der Sanduhr» heisst diese. Es geht um eine Sanduhr, die plötzlich im Dorf auftaucht und alle verunsichert. Was, wenn die Zeit abläuft? Wie lässt sie sich aufhalten?

Besuchertag und 1. August

Für viel Rummel dürfte auch der Wanderwimpel-Postenlauf sorgen, wenn 1000 Jungschärler um die Zeit rennen und Rätsel lösen. Ein Höhepunkt für das OK wird der Besuchstag am Sonntag, 31. Juli, sein, wo es nochmals viele Besucherinnen und Besucher erwartet. Und natürlich die Bundesfeier tags darauf am 1. August. Wie schon in den Vorjahren spannen dafür das STR 16 und die Gemeinde Walliswil bei Wangen zusammen.

Im christlichen Glauben

Doch die Jungscharen sollen nicht nur eine gute Zeit verbringen, sondern auch aktiv den Gemeinschaftssinn pflegen, den Teamgedanken leben. Der christliche Glaube spielt bei der Jungschar eine wichtige Rolle. So startet der Lageralltag jeweils mit einer einstündigen Andacht. Am Besuchstag findet zudem ein Gottesdienst auf dem Lagerplatz statt.