Das Vorprojekt baut auf den Grundsätzen der Vorstudie auf und sieht Gerinneaufweitungen, die Aufwertung der Flusslandschaft und die Sanierung von drei Deponien vor. Wie die Staatskanzlei mitteilt, hätten sich jedoch Änderungen im Emmenschachen ergeben. Die Emme soll sich dort eigendynamisch entwickeln. Zudem wird auf den Seitenarm durch das Waldreservat oberhalb der Aaremündung verzichtet.

Stattdessen sollen künftig zwei Initialgerinne die häufigere Überflutung der Auenwälder sicherstellen und dadurch neue Gewässerlebensräume schaffen. Das Projekt gewährleistet die Fischgängigkeit der Emme und ihrer Zuflüsse. Deshalb wird der auch der Dorfbach Biberist mit der Emme vernetzt.

Eine besondere Herausforderung bietet das Teilstück entlang des Industriegeländes der ehemaligen Papieri. Vorgesehen sind Aufweitungen am rechten Ufer. Dadurch soll vor allem auch das angrenzende Naturschutzgebiet Giriz geschützt werden. Verhandlungen mit den betroffenen Grundeigentümern laufen.

Bis zu den Sommerferien können sich die Gemeinden, die Fachstellen von Bund und Kanton sowie diverse Verbände zum Projekt äussern.

Baubeginn 2016

Die Kostenschätzung des Vorprojekts beträgt 70.6 Millionen Franken und liegt damit innerhalb der Bandbreite der Kostenschätzung der Vorstudie.

Der Weg bis zum Baubeginn ist noch lang. Der Zeitplan sieht vor, dass 2014 das Bauprojekt für die Vorprüfung und die öffentliche Mitwirkung vorliegt. 2015 erfolgt die Plangenehmigung und die Volksabstimmung über den Kredit. 2016 ist der Baubeginn vorgesehen.

Verbesserung der Hochwassersicherheit

Auf Grund der Hochwasser 2005 und 2007 arbeitet der Kanton Solothurn intensiv an der Verbesserung der Hochwassersicherheit entlang der Emme. Die Arbeiten des Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Emme, Biberist-Gerlafingen sind bereits abgeschlossen.