Glück - ein vielsagendes Wort für die Biberister Kilbi. Man kann es herausfordern, etwa an der Schiessbude, beim Büchsenwerfen, beim Schwänchenfischen und am «Froggi-Stand», bei welchem mittels rassigem Hammerschlag ein Fröschchen vom Sprungbrett in ein schwimmendes Körbchen hüpfen soll.

«Diese Spielanlage ist 27 Jahre alt und ist einmalig in der Schweiz», sagt der bedienende Herr am Stand. Bei den Tambouren bestimmt das Glücksrad über den Gewinn von Lebkuchen. Fürs legendäre Entenrennen der Harmonie im nahen Dorfbach gilt es, auf die richtige Ente zu setzen. Unterdessen kann die steigende Nervosität auf den grossen Gewinn mit dem im Angebot stehenden Cüpli abgeschwächt werden. Mit viel Glück findet man auf dem Trödlermarkt die lang gesuchte Suppenschüssel mit blauen Kornblumen.

Willi Marti 40 Jahre mit dabei

Das Glück kann aber auch überraschend kommen, einem zuwinken, in eine angenehme Gemütsverfassung oder sogar in Hochstimmung bringen. Die Dorfvereine machen es einfach, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern mit ihrem leckeren Angebot an Pizza, Steaks, Kuchen, Pouletflügeli, Spaghetti.

Beim Fischereiverein können die gegessenen Eglifilets gleich mit einem flüssigen «Eglitöter» verdaut werden. Nach dem Gnagi mit Sauerkraut darf der «Säulibisu» nicht fehlen. Glücklich derjenige, der den Octopus auf dem Rummelplatz heil übersteht. Glückshormone bringen um Mitternacht die Jugendlichen im vollbesetzten Kilbizelt in Hochstimmung.

Topp, über den geglückten Biberister Treffpunkt, fühlt sich Kilbipräsident Richard Kopp. Seit acht Jahren ist er mit seinen Kommissionsmitgliedern, Manuela Bürki-Kopp und Ruedi Heri, fürs gute Gelingen der Kilbi verantwortlich. «Ich mache es aus Freude», bekräftigt er und verrät, dass er sich eben für vier weitere Amtsjahre zur Verfügung gestellt hat.
Ein Jubiläum feiert Platzchef Willi Marti. Seit 40 Jahren organisiert und koordiniert er den Anlass. Von ihm kam auch der Anstoss fürs Kinderfest.

Glückliche Kinderaugen

Der Regen am Sonntag ist das einzig Unglückliche. Am Kinderfest - organisiert vom gleichnamigen Verein sowie durch das Gewerbe, die Vereine und Parteien - locken 20 verschiedene Posten zum Mitmachen. Wasser spritzen mit dem Feuerwehrschlauch macht sichtlich auch bei Regen Spass, nicht weniger das Lenken mit den Gokarts sowie den Luftballon auf Reisen schicken.

Die neue Dreifachhalle erweist gute Dienste, viele Spiele wurden nämlich ins Trockene verlegt. Reaktion und Geschicklichkeit sind bei den Buben und Mädchen gefragt. Etwa beim Torwandschiessen, an der Kletterwand oder beim Balancieren auf der Slackline. Drehorgelklänge unterstützen den kindlichen Elan.