Ohne Brücke kann die Gewerbe- und Industriezone Wissensteinfeld nicht erschlossen werden. Die Erstellung der Brücke wird von der Grundeigentümerin des Industrielandes auf dem Wissensteinfeld, der Espace Real Estate AG finanziert. Die Firma wird auch die Unterhaltsarbeiten bevorschussen. 2,3 Mio. Franken werden für das Projekt aufgewendet. Geplant wurde die Brücke von einem einheimischen Büro, SPI Planer und Ingenieure AG (Derendingen). Die Brücke wird insgesamt 49,36 Meter lang und hat eine Spannweite von zwei Mal 23,9 Meter.

Die Fahrbahn ist sieben Meter breit, dazu kommt ein drei Meter breiter Rad- und Gehweg. Damit ist bereits sichergestellt, dass die Brücke bei einem allfälligen Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren lang genug ist und nicht etwa neu gebaut werden müsste.

Halbes Jahr Bauzeit

Nach dem Spatenstich von sollen als erstes die Widerlager Ost und West bis Ende April erstellt sein. «Die Autobahn wird während der gesamten Bauzeit befahrbar sein. Meist zweispurig, weil eine Fahrbahn auf den Pannenstreifen verlegt wird», erklärt Alexander Roesti (Ingenieur, SPI AG). Anfang Mai werden die Brückenelemente versetzt. Von Mitte Mai an erfolgt der Ausbau der Brücke. Am 3. September soll sie offiziell eröffnet werden.

Die Tragkonstruktion der Autobahnbrücke wird aus vorfabrizierten Rippenplatten gebaut. Zehn Elemente werden speziell angefertigt: Jedes einzelne wird rund 25 Meter lang, einen Meter hoch und 2,2 Meter breit. Ein einzelnes Element wird 50 Tonnen wiegen und muss per Sondertransport nach Derendingen gebracht werden. «Die Länge der Elemente schränkt die Produktionsstätte ein. Nicht viele Firmen sind in der Lage solche Spezialteile zu fabrizieren», macht Roesti zudem deutlich.

Die Brücke wird später in das Eigentum der Gemeinde übergehen. «Lange war nicht klar, ob ein Teil der Brücke dem Bund gehört», so Gemeindepräsident Kuno Tschumi.